Tödlicher Unfall auf der A8: Autofahrer rast auf Stauende und sitzt jetzt in U-Haft

Tödlicher Unfall auf der A8: Autofahrer rast auf Stauende und sitzt jetzt in U-Haft

Wieder ein tödlicher Auffahrunfall, wieder wurde keine Rettungsgasse gebildet: Nach einem folgenschweren Zusammenstoß auf der Autobahn 8 (München-Stuttgart) ist am Donnerstag Haftbefehl gegen einen 19 Jahre alten Fahrer wegen fahrlässiger Tötung erlassen worden.

Der Mann war am Mittwochabend mit hohem Tempo bei Neusäß in ein Stauende gefahren, obwohl schon deutlich vor dieser Stelle genau davor gewarnt wurde. Ein 56 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Heidenheim (Baden-Württemberg) starb noch an der Unfallstelle.

Der 19 Jahre alte Ukrainer war nach ersten Erkenntnissen der Ermittler auf der Durchreise in Deutschland. Polizeisprecher Siegfried Hartmann begründete die Untersuchungshaft auch damit, dass die Verkehrsteilnehmer bereits etwa einen Kilometer vor dem Stau auf die Gefahr aufmerksam gemacht worden seien.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Kombi des Opfers um etwa die Hälfte zusammengestaucht und 60 Meter nach vorne katapultiert. Der 19-Jährige selbst wurde nur leicht verletzt, obwohl er nicht angeschnallt war. Er wurde zunächst im Augsburger Klinikum behandelt, danach aber sofort von der Polizei festgenommen. Auslöser des Staus war ein Lastwagenunfall einige Kilometer weiter auf der A8.

Der 56-Jährige war mit seinem Sohn auf der Fernstraße unterwegs, allerdings mit zwei Fahrzeugen. Der Vater war zunächst leicht auf das Auto des voranfahrenden 33-Jährigen aufgefahren. Als der Sohn nach dem Bagatellunfall seines Vaters auf den Standstreifen gefahren war, raste der 19-Jährige von hinten in das Auto des Vaters.

(gaa)