Auszeichnung: Theodor-Wolff-Preis geht an sechs­ Journalisten

Auszeichnung : Theodor-Wolff-Preis geht an sechs­ Journalisten

Mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis sind am Mittwochabend sechs Journalisten ausgezeichnet worden. Unter den Nominierten war auch ein Autor unserer Redaktion.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vergab die mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Auszeichnungen in Berlin. In der Kategorie „Reportage lokal“ sprach die Jury Maris Hubschmid vom Berliner „Tagesspiegel“ den Preis zu. In dieser Kategorie war auch ein Autor unserer Redaktion, Sebastian Dalkowski, mit dem Beitrag „Zwölf Meter über dem Meer“ nominiert.

In der Sparte „Reportage überregional“ gewann Marius Buhl für einen Text im „SZ-Magazin“. Gregor Peter Schmitz, Chefredakteur der „Augsburger Allgemeinen“, bekam die Auszeichnung nach Angaben des BDZV in der Kategorie „Meinung lokal“, Daniel Schulz von der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „taz“ in der Kategorie „Meinung überregional“. Für seinen Beitrag zum „Thema des Jahres“, das diesmal „Welt im Umbruch – Demokratie in Gefahr?“ lautete, erhielt Andrian Kreye von der „Süddeutschen Zeitung“ den Theodor-Wolff-Preis.

Den Preis für sein Lebenswerk hatte die Jury bereits zuvor dem Journalisten Michael Jürgs zugesprochen. Der mittlerweile 74-Jährige war unter anderem Chefredakteur von „Stern“ und „Tempo“, schrieb aber auch Biographien etwa über Romy Schneider, Axel Springer, Richard Tauber und Günter Grass.

Die Preise sind mit insgesamt 30 000 Euro dotiert. Helmut Heinen, Vorsitzender des Kuratoriums des Theodor-Wolff-Preises, betonte, es sei qualitativ und mit 438 eingereichten Beiträgen auch quantitativ ein guter Jahrgang gewesen.

BDZV-Präsident Mathias Döpfner las die Dankesworte von Michael Jürgs vor. Er sei traurig, nicht dabei sein zu können, ließ er ausrichten. „Ich hätte Sie alle, euch alle, gerne nochmal gesehen. Ging leider nicht.“

Die Preisträger werden seit 2016 erst am Tag der Preisverleihung gewählt und bekanntgegeben. Die Auszeichnung erinnert an den langjährigen Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868-1943), der 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen musste, dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert wurde. Er starb 1943.

(RP)
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