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Augsburg: Sechs Verdächtige nach tödlicher Attacke auf freiem Fuß

Erschlagener Feuerwehrmann : Sechs Verdächtige nach tödlicher Attacke in Augsburg auf freiem Fuß

Nach einer erfolgreichen Verfassungsbeschwerde eines Tatverdächtigen im Zusammenhang mit der tödlichen Attacke auf einen Feuerwehrmann in Augsburg kommen insgesamt sechs Beschuldigte auf freien Fuß. Der mutmaßliche Haupttäter sitzt weiter in Untersuchungshaft.

Das Oberlandesgericht München ordnete nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zunächst die Haftentlassung des dort mit seiner Beschwerde erfolgreichen Jugendlichen an, wie die Staatsanwaltschaft Augsburg am Mittwoch mitteilte. Für fünf weitere Beschuldigte beantragte sie demnach aus Gleichbehandlungsgründen die Aufhebung der Haftbefehle.

Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor der Verfassungsbeschwerde eines 17-jährigen Tatverdächtigen stattgegeben, der zu den insgesamt sieben Tatverdächtigen gehört. Das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe entschied, dass das Oberlandesgericht München erneut die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft prüfen muss. Der Jugendliche wurde demnach in seinem Grundrecht auf Freiheit der Person verletzt.

Ein 49-jähriger Feuerwehrmann war Anfang Dezember nach einem privaten Weihnachtsmarktbesuch mit seiner Frau und einem befreundeten Paar erschlagen worden. Auch der Mann des anderen Paars wurde schwer verletzt. Unter Verdacht geriet eine Gruppe von sieben Jugendlichen. Der mutmaßliche Haupttäter, der den 49-Jährigen erschlagen haben soll, sitzt weiter in Untersuchungshaft.

(ala/AFP)