Augsburg: Fliegerbombe entschärft - Evakuierte brauchten Geduld

Riesige Evakuierungsaktion : Augsburger Fliegerbombe endlich entschärft

In Augsburg endet die größte Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland später als erwartet: 54.000 Augsburger durften den zweiten Weihnachtsfeiertag nicht in ihre Wohnungen, weil eine Fliegerbombe entschärft werden musste.

Um 18:51 Uhr kam die Entwarnung per Twitter:

Eine gute halbe Stunde später ist dann auch die Evakuierung aufgehoben worden. Das war deutlich später als für viele Betroffene erhofft: Bereits am frühen Nachmittag hatten Experten mit der Entschärfung begonnen.

54.000 Bewohner hatten ihre Wohnungen in der Innenstadt am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags wegen der Entschärfung verlassen müssen. Es handelte sich um die größte Evakuierung in Deutschland der Nachkriegszeit.

Die Schutzzone umfasste weite Teile der Innenstadt in einem Radius von rund 1500 Metern um die Fundstelle des bei Bauarbeiten entdeckten Sprengkörpers. Zwei Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes entschärften die britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nachdem die Bombe am 20. Dezember entdeckt worden war, hatten sich die Behörden bemüht, die Bürger über die Evakuierung zu informieren. Dabei gingen sie auch auf die Frage ein, warum die Bombe ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag entschärft werden muss. "An einem Werktag wäre die Evakuierung ungleich schwieriger, da auch der ganze Arbeits- und Geschäftsbetrieb beeinträchtigt wäre. An einem Feiertag gibt es zudem weniger Verkehr", erläuterte die Stadt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Menschenleere Straßen nach Evakuierung

(dafi/csi/dpa/afp)
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