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April 2021: Das ändert sich - mehr Impfungen, Führerschein und Lebensmittel

Bahn, Führerschein, Lebensmittel : Was sich alles im April für Verbraucher ändert

Jugendschutz und Führerschein: Das ändert sich zum 1. April

Die Impfkampagne soll durch eine Neuerung Fahrt aufnehmen und der Bahn-Service einfacher werden. Auch Fahrschüler können sich freuen. Das sind die wichtigsten Veränderungen für Verbraucher im April.

Im April sollen nun auch endlich die Hausärzte gegen das Coronavirus impfen. Auch in anderen Bereichen des alltäglichen Lebens der Deutschen gibt es Anpassungen. Ein Überblick:

Corona-Impfungen in Hausarztpraxen

Kostenpflichtiger Inhalt Nach Ostern sollen auch Hausärzte gegen das Coronavirus impfen. Weil der Impfstoff zunächst begrenzt ist, erhalten die Praxen zum Start etwa 20 Dosen pro Woche. Die Ärzte müssen sich an die Priorisierungsvorgaben halten und sollen zunächst ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankung impfen.

Änderungen beim Führerschein

Wer seine Führerscheinprüfung auf einem Automatikauto absolviert hat, durfte bisher nur Autos mit Automatikgetriebe fahren. Am 1. April tritt die sogenannte Automatikregel in Kraft: Fahrschüler können dann die praktische Fahrerlaubnisprüfung mit einem Automatikwagen absolvieren und dürfen anschließend auch Fahrzeuge mit Schaltgetriebe fahren. Allerdings gibt es dafür auch bestimmte Voraussetzungen: Es müssen zusätzlich mindestens zehn Fahrstunden mit einem Schaltwagen und eine 15-minütige Testfahrt bei der Fahrschule absoliviert werden.

Neue Service-Nummer bei der Deutschen Bahn

Ab April sollen Bahnkunden einfacher und günstiger mit Servicemitarbeitern der Deutschen Bahn (DB) per Telefon sprechen können. Laut einer Konzernmitteilung bündelt die Bahn ihre meist genutzten Kundendienste zum 1. April unter der neuen Service-Nummer 030-2970. Hier erhalten Kunden demnach jederzeit zum Ortstarif Auskunft über Fahrpläne und Tickets sowie Informationen rund um die Bahncard und weitere Serviceleistungen.

„Anrufer gelangen durch die neue Menüführung schnell und einfach zu den passenden Ansprechpartnern“, teilte die Bahn mit. Wer stattdessen weiter die bisherige Kundenhotline anruft, muss demnach nicht länger für die Vorwahl 0180 extra zahlen und wird an die neue Nummer verwiesen.

Weniger Transfette in Lebensmitteln

Transfette sollen bis 2023 weitgehend aus Nahrungsmitteln verschwinden. Sie entstehen vor allem durchs Härten von Pflanzenölen in Lebensmitteln wie Chips oder Croissants, die dadurch länger haltbar gemacht werden. Ab 2. April gilt in der Europäischen Union ein neuer Grenzwert für die Transfettsäuren in Höhe von zwei Prozent. Damit folgt die EU den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Laut WHO steigt bei zu hoher Aufnahme das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Mindestlohn für Pflegekräfte steigt

Im April steigt der Mindestlohn für Kostenpflichtiger Inhalt Pflegekräfte im Westen auf 12,50 Euro pro Stunde, im Osten Deutschlands auf 12,20 Euro. Bis September sollen die Löhne einheitlich auf 12,55 Euro pro Stunde steigen.

Mehr Arbeitsrechte in der Fleischindustrie

Mit dem Arbeitsschutzkontrollgesetz ist ab dem 1. April auch Zeitarbeit in der Fleischindustrie verboten. Schlachtung und Zerlegung dürfen dann nur noch von eigenem Stammpersonal des Inhabers vorgenommen werden. Das Fleischerhandwerk – Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten – ist davon ausgenommen.

Mehr Gehalt im öffentlichen Dienst

Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhalten ab April mehr Geld: entweder 1,4 Prozent mehr oder mindestens 50 Euro. Ausgenommen sind Mitglieder der Bundesregierung, Bundesminister, Staatssekretäre und Präsidenten der obersten Bundesgerichte. Im April 2022 folgt eine weitere Erhöhung.

(Mit Agentur-Material)