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Altenburg: Wirtin in Thüringen serviert Waschbär-Braten

Waschbär aus dem Ofen : Wirtin in Thüringen serviert ganz besonderen Braten

Waschbär in die Pfanne? Klingt erst einmal nicht besonders appetitlich. Ein Gasthof in Thüringen hat mit dieser ungewöhnlichen Braten-Variation aber offenbar Erfolg.

Es gibt Restaurants, in denen Känguru, Krokodil oder Strauß serviert werden. Zumeist finden sich solch exotische Fleischvarianten in den Restaurantküchen der Großstädte. Doch auch das thüringische Altenburg legt nach: In der 33.000-Einwohner-Stadt serviert eine Wirtin einen ganz besonderen Braten, in der Gaststätte „Schnaudertal“ kommt Waschbär in die Pfanne und den Ofen.

Wie die „Bild“ berichtet, tischt Wirtin Ute Franke bereits seit 2015 Waschbär auf – und das dreimal im Jahr. Der Grund für das ungewöhnliche Essen ist simpel: Gegenüber den „Bild“ erzählt die Wirtin, dass sich eines Nachts ein Waschbär in ihrer Katzenklappe verfing. Mit einer Lebendfalle fing sie dann noch weitere sechs. Das Fleisch fand sie zu schade zum Wegwerfen. Deswegen machte sie kurzerhand einen Braten daraus. Klassisch dazu gibt es dann Klöße und Rotkohl. Mittlerweile macht Franke laut „Bild“ auch Gulasch, Keule, Rollbraten oder Sülzwurst aus dem Fleisch. Das Restaurant hat auf einem Bewertungsportal bei 47 Bewertungen übrigens vier von fünf Sternen erhalten.

Ein befreundeter Jäger fängt der Wirtin laut dem Bericht inzwischen die Tiere, die sie dann dreimal im Jahr verarbeitet. Hessen nahm den Waschbären laut Naturschutzbund (NABU) als erstes Bundesland in das Jagdrecht auf. Heute fällt er demnach in fast allen Bundesländern unter das Jagdrecht.

(zim)