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Ära geht zu Ende: Telekom baut Deutschlands letztes gelbes Telefonhäuschen ab

Eine Ära geht zu Ende : Telekom baut letztes gelbes Telefonhäuschen ab

Früher zierten die gelben Telefonhäuschen Innenstädte in ganz Deutschland. Jetzt ist sie Geschichte. Die Telekom hat das Letzte in St. Bartholomä in Bayern abgebaut - und alles im Video dokumentiert.

Es war die letzte ihrer Art. Jetzt ist sie Geschichte. Die Telekom hat jetzt nach eigenen Angaben die letzte gelbe Telefonzelle Deutschlands abgebaut und wegtransportiert - und das vor wunderschöner Kulisse. Denn das gelbe Häuschen stand in St. Bartholomä am Königssee in Bayern an der Grenze zu Österreich.

Mit den Alpen im Hintergrund bauen Mitarbeiter das Häuschen, das in einem kleinen Schuppen untergebracht war, ab. Sie holen die Technik raus und verladen das Kunststoffgehäuse zunächst auf einen Lastwagen und dann auf ein kleines Schiff. In dem etwa zehnminütigen Video wird erklärt, wie das alles abläuft und was die Telekom beachten muss.

Der Abbau an sich dauert nur drei Stunden, erklärt einer der Mitarbeiter. Im Vorfeld müsse man aber acht bis zehn Wochen Planung einrechnen, um sich mit der Kommune abzusprechen. Solche Telefonzellen werden übrigens abgebaut, sobald sie weniger als 50 Euro Umsatz machen.Außerdem lernt man noch ein bisschen über die Historie der Telefonzellen. Die Erste wurde zum Beispiel 1881 in Berlin in Betrieb genommen.

Einen Fund machen die Mitarbeiter während des Abbaus in Bayern dann auch noch. in dem Häuschen waren tatsächlich noch 1,50 D-Mark.

Auch wenn das die letzte ihrer Art war, die Telekom betreibt weiterhin etwa 17.000 öffentliche Telefonstellen, betont das Unternehmen noch einmal am Ende des Films (hier lesen Sie mehr zur Reduzierung der Telefonzellen in Deutschland). Die gelben Häuschen allerdings sind in Deutschland nun zumindest als Telefonzellen aus dem öffentlichen Raum verschwunden. Im Fernmeldezentrum Michendorf in Brandburg bei Potsdam kann man aber noch alte Telefonzellen erwerben.

(zim)