Mönch verging sich an Jugendlichen: Abtei Trier räumt weitere Missbrauchsfälle ein

Mönch verging sich an Jugendlichen : Abtei Trier räumt weitere Missbrauchsfälle ein

Trier (RPO). Im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen Trierer Ordensmann haben sich drei weitere mutmaßliche Opfer gemeldet. Das sagte der Abt der Benediktinerabtei St. Matthias, Ignatius Maaß.

Maaß hatte im Mai dieses Jahres die Öffentlichkeit über Vorwürfe gegen einen seiner Mitbrüder informiert. Demnach missbrauchte ein Mönch in den 1970er- und 1980er-Jahren mehrere Jugendliche. Von drei Opfern war seinerzeit die Rede.

Der Ordensmann räumte die Taten ein. Weil diese verjährt sind, drohen ihm jedoch keinerlei strafrechtlichen Konsequenzen. Zwischenzeitlich erhielten die Betroffenen eine finanzielle Anerkennung ihres Leids.

Seit Mai haben sich nun drei weitere Personen bei der Abtei gemeldet, die angeben, von demselben Benediktinerbruder sexuell missbraucht worden zu sein. Die Betroffenen sollen zum Tatzeitpunkt alle unter 14 Jahre alt gewesen sein.

Der Abt spricht von "schwerwiegenden Fällen". Sein Mitbruder wolle oder könne sich "nicht mehr an Details erinnern", doch gehe er nach intensiven Gesprächen mit den Betroffenen davon aus, dass deren Vorwürfe zuträfen.

Unterdessen wies der Abt die Darstellung eines Opfers zurück, dem zufolge die Leitung der Abtei schon in den 1990er-Jahren von den Vorwürfen gegen ihren Mitbruder gewusst haben soll.

Hier geht es zur Infostrecke: Wie entdeckt man, ob ein Kind missbraucht wird?

(DAPD/jre)
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