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Abschiebestatistik: Mehr Flüchtlinge dürfen in Deutschland bleiben

Abschiebe-Statistik : Mehr Flüchtlinge dürfen in Deutschland bleiben

Die Schutzquote für Flüchtlinge liegt 2016 bisher bei 63 Prozent, 2015 betrug sie noch 49,8 Prozent. Die Zahl der Abschiebungen stieg nur leicht an.

In einem Artikel zu Abschiebungen zitiert die Zeitung "die Welt" aus Zahlen des Bundesinnenministeriums. Demnach wurden zwischen Januar und Ende November 2016 23.750 Migranten abgeschoben. Im gesamten Jahr 2015 hatte es 20.888 Abschiebungen gegeben. Bis zum 1. Dezember 2016 wurden 51.243 Anträge zur Förderung der freiwilligen Rückkehr bewilligt. 2015 waren es im gesamten Jahr rund 35.000.

Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen sind damit wesentlich schwächer angestiegen, als die Zahl der Entscheidungen über Asylanträge. In den ersten elf Monaten 2016 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rund 616.000 Asylentscheidungen getroffen und damit rund 160 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 63 Prozent liegt die Schutzquote (Asyl, Flüchtlings-, Subsidiär- und Abschiebungsschutz) in diesem Jahr bisher deutlich höher als im Vorjahr (49,8 Prozent).

Zusätzlich gab es laut Ministerium 2016 bis Ende November 1.158 sogenannte Zurückschiebungen an den deutschen Grenzen. Diese Maßnahme erfolgt, wenn der Betroffene in Verbindung mit der unerlaubten Einreise angetroffen wird und nicht kenntlich macht, dass er Schutz sucht.

(stk/dpa/KNA)