Festnahme an der A9 Männer wollten Frischhaltefolie über Autobahn spannen

Feucht · Dieses Hindernis ist im Polizeialltag wohl eher selten: Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Sicherheitskräfte alarmiert, weil er gesehen hatte, wie Männer Folie quer über die Fahrbahnen der A9 spannen wollten.

Ein Fahrzeug der Polizei (Symbolbild).

Ein Fahrzeug der Polizei (Symbolbild).

Foto: dpa/Marijan Murat

Zwei Männer haben in Bayern an einer Auffahrt zur Autobahn 9 versucht, Frischhaltefolie quer über die Fahrbahn zu spannen. Die beiden hätten die Folie am frühen Montagmorgen um einen Leitpfosten gewickelt und über die Fahrspur gezogen, teilte die Polizei mit. Ein aufmerksamer Zeuge habe den Vorfall an der Anschlussstelle Fischbach bei Nürnberg beobachtet und die Männer zur Rede gestellt. Das Duo sei daraufhin in den Wald geflohen.

Der Zeuge verständigte die Polizei und die Beamten fanden vor Ort Reste der Folie und ein geparktes Auto an einer Autobahnmeisterei. Nach einiger Zeit sei einer der Männer aus dem Wald gekommen und habe in den Wagen einsteigen wollen, wenig später sei der zweite nachgekommen. Die Beamten nahmen das Duo vorläufig fest.

Warum die beiden Männer die Folie über die Autobahnauffahrt spannen wollten, sagten sie den Ermittlern nicht. Für Autofahrer hätte die Folie wohl nur ein geringes Risiko dargestellt, sagte der Sprecher. „Aber gerade für Motorradfahrer hätte es durchaus gefährlich werden können.“ Die beiden Männer seien später wieder auf freien Fuß gesetzt worden, ermittelt werde aber weiter wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Tanken an Autobahnen deutlich teurer

Übrigens: Wer in der anstehenden Sommerreisesaison an der Autobahn tankt, zahlt einer ADAC-Stichprobe zufolge häufig drauf. Beim Preisvergleich von Autobahntankstellen mit ihren Pendants hinter der jeweils nächsten Ausfahrt stelle der Verkehrsclub bei Benzin der Sorte Super E10 einen Preisunterschied von im Schnitt 39 Cent fest, wie er am Donnerstag mitteilte. Bei Diesel lag der Preisunterschied bei 38 Cent.

In der Spitze der Stichprobe mit 40 Tankstellenpaaren entlang der großen Autobahnen errechnete der ADAC Preisunterschiede von 54 Cent bei Benzin und 50 Cent bei Diesel. Damit fiel der Unterschied niedriger aus als vor einem Jahr. Damals hatte die höchste Differenz 70 Cent betragen. Die durchschnittlichen Unterschiede lagen mit damals 42 Cent bei Benzin und 36 bei Diesel dagegen in sehr ähnlichen Dimensionen wie jetzt.

„Das Phänomen, dass Autobahntankstellen unverhältnismäßig hohe Spritpreise verlangen, gibt es seit langem“, kritisiert der Leiter des Ressorts Verkehr beim ADAC, Stefan Gerwens. „Aus Sicht des ADAC sind derart hohe Aufschläge nicht zu rechtfertigen.“ Er rät Autofahrern, von der Autobahn abzufahren. Ein kurzer Umweg lohne sich praktisch immer, hieß es vom Verkehrsclub.

(felt/dpa)