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Brennendes Kanalrohr in Lüdenscheid: 65 Leichtverletzte durch beißenden Qualm

Brennendes Kanalrohr in Lüdenscheid : 65 Leichtverletzte durch beißenden Qualm

Qualm aus einem brennenden Kanalrohr hat im sauerländischen Lüdenscheid 65 Menschen leicht verletzt. Bei Löscharbeiten an einem brennenden Lastwagen auf einem Speditionsgelände war das Rohr aus zunächst unklarer Ursache in Brand geraten. Aus den Kanaldeckeln im Umfeld des Brandortes stieg beißender Qualm auf.

65 Menschen, darunter 48 Einsatzkräfte, klagten über Atemwegsreizungen und Übelkeit. Daraufhin wurden 120 Menschen aus dem Wohn- und Industriegebiet evakuiert. Sie konnten erst am Abend zurückkehren. 37 Verletzte wurden vorsorglich zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht, teilte die Feuerwehr in Lüdenscheid mit.

Zunächst war kein Zusammenhang zwischen den Löscharbeiten am Lastwagen und der Qualmentwicklung erkennbar. Erst am Nachmittag zeigte sich, dass das Kanalrohr in unmittelbarer Nähe des Lastwagens auf etwa 70 Metern ebenfalls in Brand geraten war.

Neben der örtlichen Feuerwehr war auch ein Hubschrauber im Einsatz, der den noch über dem Erdboden hängenden Rauch aufwirbelte und mit der Luft vermischte. Außerdem waren ein Schadstoff-Messwagen der Feuerwehr Dortmund und Experten des Landesumweltamtes vor Ort. Warum das glasfaserverstärkte Kanalrohr in Brand geraten konnte, soll von einem Gutachter geklärt werden.

(lnw/jre)