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Holzklotz-Anschlag: 50 Hinweise auf Jugendliche

Holzklotz-Anschlag : 50 Hinweise auf Jugendliche

Oldenburg (RPO). Die Veröffentlichung eines Phantombilds in Zusammenhang mit dem tödlichen Holzklotzwurf von einer Autobahnbrücke war offenbar ein Erfolg. Die Polizei hat rund 50 Hinweise auf die Gruppe von Jugendlichen erhalten, die auf der Phantomzeichnung zu sehen ist.

Einzelheiten gab die Polizei nicht bekannt. Die Zeichnung zeigt vier bis fünf Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren. Schon seit dem Tattag seien Hinweise auf eine solche Gruppe eingegangen, sagte ein Polizeisprecher auf ddp-Anfrage. Die entscheidenden Angaben habe ein Zeuge gemacht, der die Brücke am Tattag überquert hatte.

Die meisten Jugendlichen auf dem Phantombild sind Polizeiangaben zufolge männlich. Eine Person sei indes vermutlich eine junge Frau und habe einen Pferdeschwanz getragen. Ein Mitglied der Gruppe sei einen Kopf größer als die anderen gewesen. Dieser Jugendliche soll eine helle Baseball-Mütze schräg auf dem Kopf getragen habe. Zudem sei er mit einer weit geschnittenen und hellen HipHop-Jacke sowie einer dunklen, tief sitzenden Hose bekleidet gewesen. Die Gruppe soll zum Tatzeitpunkt auf der Brücke über die A 29 gewesen sein.

Unklar ist noch immer, woher der rund sechs Kilogramm schwere Holzklotz stammte, der auf die Autobahn geworfen worden war. Dem Ermittlungsstand zufolge handelt es sich entgegen ersten Annahmen nicht um einen Klotz, der zum Holzspalten genutzt wurde. Es sei vielmehr ein aus einem Stamm herausgesägtes Stück, das schon längere Zeit im Freien gelegen haben müsse.

Am Ostersonntag hatten ein oder mehrere unbekannte Täter den Klotz auf die A 29 geworfen und dabei eine 33-jährige Beifahrerin aus dem nordrhein-westfälischen Telgte in einem Pkw getötet. Die beiden Kinder der Frau und ihr Ehemann blieben äußerlich unverletzt, erlitten aber schwere Schocks.

(afp)