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Alle Hilfe kam zu spät: 23-Jähriger stirbt bei Sturz aus Zugfenster

Alle Hilfe kam zu spät : 23-Jähriger stirbt bei Sturz aus Zugfenster

Berlin (RPO). Ein 23-jähriger Pole ist am Sonntag aus dem Toilettenfenster eines fahrenden Eurocity gefallen. Der junge Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Nach Angaben der Bundespolizei wurde nach dem Zwischenfall eine Notbremsung des mit 140 Personen besetzten Eurocity eingeleitet.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag zwischen zwei S-Bahnhöfen im Eurocity 47 von Berlin nach Warschau, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag sagte. Erst am späten Donnerstagabend war ein Lokführer in der Nähe des Berliner S-Bahnhofs Lichterfelde-Süd durch einen Sturz aus einem fahrenden Zug ums Leben gekommen.

Nach etwa zweieinhalb Stunden konnte die Fahrt in Richtung Warschau fortgesetzt werden. Die Berliner Polizei übernahm die Ermittlungen in dem Fall. Die Todesursache sei noch nicht eindeutig geklärt.

Auch die Umstände, die zum Tod des Lokführers am Donnerstag geführt hatten, sind weiter unklar. Die Ermittlungen dauerten an, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Bislang gebe es aber keine neueren Erkenntnisse. Der aus dem brandenburgischen Erkner stammenden 41-Jährige war bei Tempo 120 aus der Tür des Triebwagens gestürzt und dabei getötet worden. Der Zug kam durch eine automatisch eingeleitete Notbremsung zum Stehen. Die etwa 85 Passagiere blieben unverletzt.

Zu Spekulationen, dass der Mann durch die geöffnete Tür hinaus auf die Gleise uriniert haben könnte, machte die Polizei keine Angaben. Hinweise für einen Suizid wurden bislang nicht gefunden.

(afp)