Schon wieder Rohrbruch in Köln: 2000 Menschen ohne Wasserversorgung

Schon wieder Rohrbruch in Köln : 2000 Menschen ohne Wasserversorgung

Wegen eines erneuten Rohrbruchs sind in Köln 2000 Bewohner eines Hochhauses von der Wasserversorgung abgeschnitten. Wie die Feuerwehr berichtete, war am Donnerstagabend in Köln-Sülz eine Hauptleitung zerborsten und hatte die Straße unterspült.

Das angrenzende Hochhaus auf der Luxemburger Straße war den Angaben zufolge aber nicht einsturzgefährdet. Mehr als 950 Wohnungen und rund 2000 Bewohner waren am frühen Freitagmorgen noch ohne Wasser.

Erst am Mittwoch hatte es im Stadtteil Weiden einen schweren Wasserrohrbruch gegeben. Ein Taxifahrer musste fassungslos mit ansehen, wie sein Wagen in einem Krater verschwand. Der Mann hatte geparkt, um einen Kunden abzuholen, als sein Fahrzeug plötzlich abzusacken begann. Er konnte noch schnell das Taxi verlassen, bevor es halb in dem Loch versank. Ein weiteres Taxi, das am Rande des Kraters stand, wurde noch rechtzeitig von der Feuerwehr gesichert. Für einen Motorroller allerdings kam die Hilfe zu spät; auch er verschwand in der mit Wasser gefüllten Aushöhlung.

Das Loch hatte sich nach einem Wasserrohrbruch gebildet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Mehrere Straßen rund um die Breslauer Straße wurden überflutet, zwei Tiefgaragen und der Keller eines Hauses liefen voll Wasser. Rund 25 Feuerwehrleute waren am Mittwochmorgen beim Abpumpen des Wassers im Einsatz. In dem betroffenen Viertel mussten 500 Menschen ohne Wasser auskommen. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht abzuschätzen.

Sobald das Wasserrohr repariert ist, wird die Grube aufgefüllt, so dass die Straße in ihrem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt ist. Schwere Fahrzeuge sollen dann vor der Freigabe der Straße bei einer sogenannten Druckplattenprüfung die Materialbeschaffenheit testen, um die Sicherheit des Belags zu gewährleisten.

(lnw/RP)
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