Nach "Aktenzeichen XY... ungelöst": 200 neue Hinweise zum Mordfall Bögerl

Nach "Aktenzeichen XY... ungelöst" : 200 neue Hinweise zum Mordfall Bögerl

Fast zweieinhalb Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl in Baden-Württemberg hat die Behandlung des Falls in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" den Ermittlern zahlreiche neue Hinweise beschert.

Nach der Ausstrahlung am Mittwochabend seien bereits mehr als 200 Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion im Stuttgart am Donnerstag.

Ob diese weiterhelfen könnten, sei noch unklar. Es gebe darunter allerdings "eine Reihe von konkreten Ermittlungsansätzen", die nun geprüft würden. Dies werde in den nächsten Tagen und Wochen geschehen.

Die 54-jährige Maria Bögerl war am 12. Mai 2010 aus dem Haus ihrer Familie in Heidenheim entführt und knapp drei Wochen später erstochen in einem Wald gefunden worden. Ein bis heute unbekannter Täter hatte sich nach der Entführung telefonisch gemeldet und 300.000 Euro Lösegeld gefordert. Die Geldübergabe scheiterte allerdings, weil die Zeitvorgabe des Mannes damals zu knapp war. Bis heute gibt der Kriminalfall viele Rätsel auf. Die Kinder des Ehepaars Bögerl warfen den Ermittlern in der Vergangenheit auch Schlampigkeit vor.

Bis heute ermittelt eine Sonderkommission namens "Flagge". Sie wandte sich in "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit diversen Fragen an potenzielle Zeugen und Tippgeber. Diese sind auch auf der Internet-Seite der baden-württembergischen Polizei unter www. polizei-bw.de/fahndung einsehbar. Unter anderem rufen die Beamten den Verfasser eines älteren anonymen Hinweisbriefes auf, sich zu melden. Hinweise erhoffen sie sich unter anderem auch zu den Handschellen, die bei der Tat eine Rolle gespielt hatten.

(AFP)
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