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Daniel Küblböck: Vater versuchte, Reise auf Kreuzfahrtschiff zu verhindern

Vater von Daniel Küblböck : „Ich habe alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern“

Im Fall des im Nordatlantik vermissten TV-Stars Daniel Küblböck hat sich jetzt sein Vater Günther zu Wort gemeldet. Sein Sohn habe zuletzt „an einer Art Psychose“ gelitten, heißt es in einem Statement.

Nach eigener Aussage um Spekulationen entgegenzutreten, wandte sich Küblböcks Vater Günther am Donnerstag über die offizielle Webseite des vermissten Sängers an die Öffentlichkeit. „Entgegen aller Gerüchte“ sei Küblböck alleine und ohne Begleitung an Bord des Kreuzfahrtschiffs AidaLuna gegangen. Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit kurzem psychische Probleme, die man wohl am besten mit einer Art Psychose beschreiben kann“, teilt Günther Küblböck mit. Er könne für sich ausschließen, dass sein Sohn einen Suizid geplant habe - erklärbar sei das nur mit einem „Ausnahmezustand“, in dem Daniel Küblböck die Folgen seines Handelns nicht abschätzen konnte.

„Wir haben uns durch seine plötzliche Wesensveränderung große Sorgen gemacht, und so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern“, heißt es in der Stellungnahme. Da dies nicht möglich war, habe Küblböck senior „schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben“. Die Wesensveränderung habe sich zuletzt darin gezeigt, dass Daniel Küblblöck „sich als Frau zeigte“. Sein Zustand habe sich mit der intensiven Vorbereitung für sein Abschlussstück an der Schauspielschule „massiv verändert“, wie der Vater sagt. In dem Stück sollte er eine Frauenrolle spielen.

Zum Ende der Mitteilung bittet Küblböcks Vater darum, von „weiteren Spekulationen ohne fundiertes Wissen Abstand zu nehmen“.

Daniel Küblböck war am Sonntag während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York bei Neufundland über Bord gegangen und wird seither vermisst. Die Unglücksstelle liegt in der Labrador-See, ungefähr 200 Kilometer nördlich von St. John‘s in Neufundland. Die Wassertemperatur beträgt laut Aida Cruises etwa 10,5 Grad, was es schwierig macht, länger als einige Stunden zu überleben. Es gebe Grund zur Annahme, dass der zuletzt als Daniel Kaiser-Küblböck auftretende Sänger gesprungen sei, erklärte der Kreuzfahrt-Veranstalter. Die Suche nach dem Vermissten wurde inzwischen eingestellt.

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(rls)