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Wissenschaftlerin Sarah Gilbert warnt vor noch schlimmeren Pandemien als Corona

Impfstoffentwicklerin Sarah Gilbert : Wissenschaftlerin warnt vor noch schlimmerer Pandemie als Corona

Impfstoffentwicklerin Sarah Gilbert fordert, dass mehr Geld in die Forschung zur Bekämpfung viraler Bedrohungen investiert wird. Sie rechnet damit, dass künftige Pandemien ansteckender und tödlicher sein könnten als die vorherrschende.

Eine der Wissenschaftlerinnen hinter dem Corona-Impfstoff Astrazeneca warnt vor ansteckenderen und tödlicheren neuen Pandemien. Die wissenschaftlichen Fortschritte bei der Bekämpfung tödlicher Viren dürften nicht durch die Kosten für die Bekämpfung der aktuellen Pandemie „verloren gehen“, heißt es in vorab veröffentlichten Auszügen einer Rede der britischen Impfstoffentwicklerin Sarah Gilbert.

„Dies wird nicht das letzte Mal sein, dass ein Virus unser Leben und unsere Lebensgrundlage bedroht“, heißt es in der Rede weiter. „Die Wahrheit ist, dass die nächste (Pandemie) schlimmer sein könnte. Sie könnte ansteckender oder tödlicher sein, oder beides.“ Daher müsse mehr Kapital in die Forschung und die Vorbereitungen zur Bekämpfung neu auftretender viraler Bedrohungen gesteckt werden.

Gilbert wollte die Rede am Montagabend bei der diesjährigen Richard-Dimbleby-Vorlesung halten, in der jährlich einflussreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Regierung sprechen. Das Ereignis wird im Fernsehen übertragen. Es wurde erwartet, dass Gilbert die Regierungen dazu auffordert, ihr Engagement für die wissenschaftliche Forschung und die Pandemievorsorge zu verdoppeln, auch wenn die Bedrohung durch Corona irgendwann nachlässt.

„Wir können nicht zulassen, nach all dem, was wir durchgemacht haben, dass die enormen wirtschaftlichen Verluste, die wir erlitten haben, dazu führen, dass es immer noch keine Mittel für die Pandemievorsorge gibt. Die Fortschritte, die wir gemacht haben, und das Wissen, das wir gewonnen haben, dürfen nicht verloren gehen.“

(jma/AP/dpa)