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Weltweit erste Zulassung - Großbritannien genehmigt Impfstoff von Pfizer und Biontech

Weltweit erste Zulassung : Großbritannien genehmigt Impfstoff von Pfizer und Biontech - Impfungen ab kommender Woche

Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner Biontech haben die Notfallzulassung für ihren gemeinsam entwickelten Corona-Impfstoff in Großbritannien erhalten. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit; damit wurde das Vereinigte Königreich zum ersten Land der Welt, das den Impfstoff genehmigte.

Großbritannien will bereits ab Beginn kommender Woche mit Impfungen mit dem Pfizer-Impfstoff beginnen. Das kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock im Gespräch mit dem Sender Sky News an.

Die USA und die Europäische Union liegen unwesentlich dahinter, auch hier wird der Impfstoff von Pfizer und Biontech bereits von den Behörden geprüft. Pfizer erklärte, er werde sofort mit der Auslieferung des Impfstoffs in das Vereinigte Königreich beginnen.

Die Entscheidung dort sei ein „historischer Moment“, erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Das Unternehmen konzentriere sich darauf, den Impfstoff „mit der gleichen Dringlichkeit“ in der Welt zu verteilen.

Großbritannien hat genug Dosen des Impfstoffs geordert, um 20 Millionen Menschen impfen zu lassen. Unklar ist allerdings, wie viele Dosen bis zum Jahresende eintreffen werden. Bei der Lieferung und Verteilung gibt es zudem die Herausforderung der Kühlung: Das Mittel muss bei extremen Minustemperaturen gelagert werden.

Für einen Impfschutz braucht es laut Pfizer und Biontech zwei Dosen im Abstand von drei Wochen. An erster Stelle bei den Impfungen stehen nach Angaben der britischen Regierung Beschäftigte des Gesundheitswesens, Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen und danach ältere Menschen.

Die britischen Behörden prüfen zudem einen Impfstoff, der von dem Konzern Astrazeneca und der Oxford University entwickelt wurde. Premierminister Boris Johnson hat seine Landsleute gewarnt, sie müssten zuerst durch einen „harten Winter“ mit Beschränkungen, bis genug Impfstoff für alle da sei.

(bsch/ap/dpa)