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Urlaub trotz Corona: Spanien und Mallorca - Risikogebiet, Regeln, Einreise

Corona-Maßnahmen : Reisebeschränkungen in ganz Spanien

Wegen hoher Infektionszahlen warnt das Auswärtige Amt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien - die Kanarischen Inseln eingeschlossen. Seit dem 14. März ist Mallorca ausgenommen. Das gilt jetzt für Spanien-Besucher.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

In welchem Urlaubsland müssen Touristen noch in Quarantäne? Sind Strände dort zugänglich? Welche Abstandsregeln gelten, und dürfen Restaurants besucht werden? Diese Fragen treiben viele Menschen um - vor allem für Spanien mit seinen Urlaubshochburgen wie Mallorca oder Gran Canaria interessieren sich zahlreiche Reisende.

Welche Teile von Spanien gelten als Risikogebiet?

Spanien zählte zu den Ländern, die von der zweiten Corona-Welle zuerst und besonders hart getroffen wurden. Das beliebte Urlaubsland gilt komplett als Corona-Risikogebiet. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien, einschließlich der Kanarischen Inseln. Seit dem 14. März ist Mallorca kein Risikogebiet mehr, das teilte das Robert-Koch-Institut am Freitag, dem 12. März mit.

Darf man aus einem EU-Land oder aus Norwegen, der Schweiz, Island oder Liechtenstein als Tourist in Spanien einreisen oder aus ihm ausreisen?

Ja. Die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten ist grundsätzlich möglich, es wird aber davon abgeraten.

Seit dem 23. November 2020 gilt für alle Reisenden, die auf dem Luft- oder Seeweg nach Spanien einreisen und aus einem Risikoland/-gebiet kommen, die Verpflichtung, ein negatives Testergebnis eines PCR-Tests mit sich zu führen. Diese Verpflichtung gilt nicht bei Einreise auf dem Landweg. Für die Kanaren ist bereits seit dem 14. November 2020 für die Unterbringung grundsätzlich ein negativer PCR- oder Antigentest erforderlich.

Bei Einreise findet regelmäßig eine Gesundheitskontrolle durch Temperaturmessung, Auswertung des Einreiseformulars durch die Gesundheitsbehörde und eine visuelle Kontrolle des Reisenden statt. Personen mit einer Temperatur von über 37,5 °C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehenderen Untersuchung unterzogen werden.

Die Grenzübergänge Ceuta und Melilla sind geschlossen.Spanische Häfen sind für international verkehrende Kreuzfahrtschiffe bis auf weiteres gesperrt.

Ibiza und Formentera sind abgesperrt. Beide Inseln können nur aus triftigen Gründen verlassen oder betreten werden.

Gibt es in Spanien einen Lockdown?

In Spanien wurde am 29. Oktober 2020 der nationale Gesundheitsnotstand (Alarmzustand) ausgerufen. Dieser gilt bis zum 9. Mai 2021 und ermöglicht der Zentralregierung teils gravierende Einschränkungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu beschließen. Somit ist kein durchgehender Lockdown damit verbunden, vielmehr werden die Maßnahmen an die jeweiligen Entwicklungen der einzelnen Gebiete angepasst. Generell herrscht aktuell eine nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr - die Zeiten können allerdings in den Regionen je nach Lage abweichen. Auf Mallorca, Formentera und Menorca ist ab 2. März 2021 die Außengastronomie mit unterschiedlichen Öffnungszeiten und eingeschränkter Kapazität möglich. Auf Menorca ist darüber hinaus die Gastronomie im Innenbereich mit 30% Kapazität geöffnet. Für Geschäfte, mit Ausnahme derer, die den für den Lebensunterhalt notwendigen Bedarf sicherstellen, gelten eingeschränkte Öffnungszeiten.

Die meisten der übrigen Autonomen Gemeinschaften auf dem Festland haben ebenfalls Ein- und Ausreisesperren und nächtliche Ausgangssperren erlassen. Das bedeutet, dass nur noch aus triftigen Gründen ein- oder ausgereist werden darf, jedoch nicht zu touristischen Zwecken.

Herrscht in Spanien Maskenpflicht?

Seit dem 21. Mai 2020 gilt eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume, an denen ein Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit Geldstrafen von etwa 100 Euro geahndet. In Spanien reicht es nicht, nur einen Schal oder ein Tuch über Mund und Nase zu ziehen.

Haben Hotels, Restaurants, Bars und Cafés in Spanien geöffnet?

Grundsätzlich dürfen sie öffnen – allerdings mit Einschränkungen, um die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewährleisten: In Regionen der Phase 2 können Hotels bis zu 30 Prozent ihrer Kapazität wieder öffnen, in denen der Phase 3 sind es bis zu 50 Prozent, einschließlich der Nutzung von Gemeinschaftsräumen. Für den gastronomischen Bereich gelten ähnliche Regelungen, wie für Hotels. Zudem gibt es ein spezielles Hygienekonzept. Der Außenbereich der Gastronomie darf nur mit maximal der Hälfte der Tische betrieben werden. An jedem Tisch dürfen maximal 10 Gäste sitzen. In den Regionen, die aktuell als "Risikogebiete" gelten, muss die Gastronomie den Betrieb um spätestens Mitternacht einstellen. Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen sind verboten.

In Phase 2 können Bars und Cafés bis zu 40, in Phase 3 bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität öffnen.

Wie sieht es mit kulturellen Veranstaltungen aus?

Für Regionen in Phase 2 gilt: Drinnen sind kulturelle Veranstaltungen erlaubt für maximal 50 Personen (ein Drittel der Kapazität), draußen sind es 400 Sitzplätze. Für Phase-3-Regionen sind drinnen bis zu 80 Personen (ein Drittel ihrer Kapazität) erlaubt und draußen 800 Sitzplätze. Theater (mit weniger als 300 Sitzplätzen) und andere öffentliche Plätze können mit Trennmaßnahmen und bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität in Phase 3 eröffnet werden. In den als „Risikogebiet“ eingestuftes spanischen Regionen, ist der Zugang zu Museen und anderen kulturellen Events stark personell eingeschränkt.

Haben die Geschäfte in Spanien geöffnet?

Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 400 Quadratmetern können in Phase-2-Regionen mit 40 Prozent ihrer Kapazitäten öffnen. In Phase 3 können Geschäfte mit 50 Prozent ihrer Kapazität öffnen. Restaurants dürfen ihre Außenbewirtschaftung mit maximal der Hälfte ihrer Tische und maximal zehn Personen pro Tisch sowie mit möglichst bargeldlosem Bezahlen betreiben.

Wo gibt es die Information zu sämtlichen Reiseländern gebündelt?

Das Auswärtige Amt informiert laufend, und auch auf einer neuen Webseite der EU-Kommission können Touristen ihr Zielland eingeben und herausfinden, welche Corona-Bestimmungen dort zu beachten sind. Trotz der Grenzöffnungen unterscheiden diese sich von Land zu Land teilweise stark.

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(ahar/dpa/grof)