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Urlaub Spanien und Urlaub Mallorca 2020: Corona-Regeln & Lockerungen

Corona-Lockerungen : Sommerurlaub in Spanien - diese Regeln gelten jetzt für Reisende

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben. Ein Urlaub im Ausland ist also wieder planbar - auch in Spanien. Trotzdem sollten Reisende die aktuellen Corona-Regelungen kennen. Der Überblick.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

In welchem Urlaubsland müssen Touristen noch in Quarantäne? Sind Strände dort zugänglich? Welche Abstandsregeln gelten, und dürfen Restaurants besucht werden? Diese Fragen treiben viele Menschen vor der Ferienzeit um - vor allem für Spanien mit seinen Urlaubshochburgen wie Mallorca oder Gran Canaria interessieren sich zahlreiche Reisende.

Wie organisiert Spanien die Corona-Lockerungen?

Seit dem 11. Mai 2020 werden in den Autonomen Gemeinschaften bzw. Provinzen gemäß des Vier-Phasen-Plans der spanischen Regierung zur schrittweisen Lockerung des Covid-19-Lockdowns sukzessive einzelne Beschränkungen aufgehoben. Fast ganz Spanien befindet sich aktuell in Lockerungsphase 3; diese Provinzen sind (Stand 15. Juni) noch in Phase 2:

  • Salamanca
  • Avila
  • Segovia
  • Madrid
  • Soria
  • Lleida
  • Barcelona

In den Phasen 0, 1 und 2 kommt es zu Bewegungseinschränkungen. Details über die derzeitigen Phasen finden Sie in dieser Übersichtskarte.

Das Auswärtige Amt warnt wegen der Corona-Pandemie nun auch vor Reisen in Spaniens Hauptstadt Madrid und ins spanische Baskenland. Das Ministerium begründete dies am Dienstagabend in Berlin mit „erneut hohen Infektionszahlen“. Bereits seit Ende Juli gilt eine Warnung vor Reisen in drei andere spanische Regionen, darunter Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava.

Für die spanische Region Katalonien hat die Regionalregierung für mehrere Gebiete die dringende Empfehlung ausgesprochen, die Wohnung nicht zu verlassen. Auch Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen sind verboten sowie kulturelle und sportliche Veranstaltungen wie auch Aktivitäten des Nachtlebens abgesagt. die Gebiete sind: der Großraum Barcelona, die Kreise Segriá und Noguera in der Provinz Lleida sowie Figueres und Vilafant (Alt Empordà). Zudem ist der Zugang bzw. das Verlassen des Kreises Segriá in der Provinz Lleida einschließlich der Provinzhauptstadt Lleida in Katalonien zurzeit nur eingeschränkt möglich.

Die Regionalregierung von Aragón hat für Zaragoza und die Kreise Monegros, Bajo Cinca sowie Bajo Aragón-Caspe ab 24. Juli 2020 Maßnahmen beschlossen, die den Zugang zu Gastronomie, Geschäften, Schwimmbädern und Sportanlagen, sowie zum kulturellen Angebot zahlenmäßig stark beschränken. Gastronomie und Nachtlokale müssen um Mitternacht schließen, Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen sind verboten. Die Gesundheitsbehörde empfiehlt sogar, die Stadt Zaragoza derzeit nicht zu verlassen und rät von nicht notwendigen, touristen Reisen dorthin ab.

Außerdem sind in der Region Galicien einige Gebiete wegen eines Infektionsgeschehens derzeit abgeriegelt: Kreis La Mariña in der Provinz Lugo, betroffen sind folgende Gemeinden: Alfoz, Barreiros, Buruela, Cervo, Roz, Lourenzá, Mondoñedo, Ourol, Ribadeo, Trabada, O Valadouro, O Vicedo, Viveiro, Xove. Zu dieser Region gehört auch die bei Touristen beliebte Playa de las Catedrales.

Seit dem 28. Juli 2020 rät das Auswärtige Amt bereits von nicht notwendigen touristischen Reisen in die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra ab. Seit dem 6. August besteht eine offizielle Reisewarnung. Begründet wird dies mit erneut hohen Infektionszahlen dort sowie örtlichen Absperrungen. Betroffen von der offiziellen Empfehlung sind damit auch die beliebten Touristenziele Barcelona, die Costa Brava sowie das gesamte spanische Pyrenäengebiet. Auch in der Hauptstadt Madrid und im Baskenland sind die Infektionszahlen wieder gestiegen, im Süden des Landes und auf den Inseln liegen sie auf niedrigem Niveau, berichtet das Auswärtige Amt.

Eine Reisewarnung gibt es für Spanien ebenso wie für alle anderen EU-Staaten außer Luxemburg damit zwar weiterhin nicht, allerdings wird auf Gefahren durch regionale Infektionsherde sowie damit verbundene Einschränkungen des öffentlichen Lebens hingewiesen. Nicht betroffen sind die Balearen oder südlicher gelegene spanische Urlaubsgebiete.

Auch das Robert-Koch-Institut hat die Gebiete Aragón, Katalonien und Navarra mittlerweile als Risikogebiet eingestuft. Grund sind die derzeitigen regionalen Infektionsherde mit einer Inzidenz von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Urlauber, die sich in den betroffenen Gebieten aufgehaltn haben, sind nach ihrer Rückreise nach Deutschland aktuell dazu verpflichtet, in Quarantäne zu gehen. Mit einem negativen Covid-19-Test kann die Quarantäne allerdings vermieden werden.

Darf man aus einem EU-Land oder aus Norwegen, der Schweiz, Island oder Liechtenstein als Tourist in Spanien einreisen oder aus ihm ausreisen?

Ja. Die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten mit Ausnahme von Portugal ist ab sofort wieder möglich. Mit Beendigung des Alarmzustands am 21. Juni sind in ganz Spanien zudem die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sowie die Quarantäneverpflichtung bei Einreise aus dem innereuropäischen Ausland entfallen. Auch Einreisen von außerhalb der EU bzw. Schengen sind wieder möglich: Seit dem 4. Juli dürfen auch Einwohner Australiens, Kanadas, Georgiens, Japans, Montenegros, Neuseelands, Ruandas, Serbiens, Südkoreas, Thailands, Tunesiens und Uruguays nach Spanien einreisen.

Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt seit Ende Juli nun vor touristischen Reisen in drei Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen. Betroffen von der formellen Reisewarnung sind einer Mitteilung des Auswärtigen Amts vom Freitag zufolge Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.

Bei einer Einreise erfolgt eine Gesundheitskontrolle durch Temperaturmessung, Auswertung durch die Gesundheitsbehörde und eine visuelle Kontrolle des Reisenden. Außerdem müssen seit dem 1. Juli Flugreisende vorab ein Gesundheitsformular ausfüllen. Es ist auf dem Spain Travel Health-Portal hinterlegt und erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Bis Ende Juli kann auch weiterhin ein Formular in Papierform bei Einreise ausgefüllt werden. Veranstalter, Fluggesellschaften, Reedereien müssen laut Auswärtigem Amt Reisende auf die Pflicht zur Vorlage des Formulars hinweisen.

Ist Urlaub auf den Balearen möglich?

Ja. Auf die Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera durften zunächst nur Urlauber aus Deutschland reisen: In einem ersten Kontingent waren bis zu 10.900 Reisende erlaubt. Auf diese Weise sollten Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 getestet werden. Die Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl von Touristen ist mit der Aufhebung des Alarmzustands jedoch entfallen. Abweichende Regelungen zu Beschränkungen in den einzelnen Autonomen Gemeinschaften wie auf den Kanarischen Inseln (Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro) sind allerdings grundsätzlich möglich.

Urlauber, die zu den Balearen reisen, müssen jedoch derzeit mit einigen Einschränkungen rechnen. Dort hat die Regionalregierung vorerst bis zum 15. September 2020 angeordnet, dass Lokale und Geschäfte in den Touristenzentren um die sogenannte „Bier- und Schinkenstraße“ an der Playa de Palma schließen müssen. Vorausgegangen waren unter anderem exzessive Partys, bei denen Touristen die geltenden Hygienevorgaben nicht erfüllten.

Herrscht in Spanien Maskenpflicht?

Seit dem 21. Mai 2020 gilt eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume, an denen ein Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Auf den Mittelmeerinseln Mallorca, Ibiza und Menorca müssen auch im Freien Masken getragen werden. Auch in den Autonomen Regionen Andalusien, Aragón, Asturien, Katalonien, Extremadura, La Rioja und Murcia Mund-Nasenschutz-Pflicht in allen öffentlichen Bereichen, selbst wenn der Sicherheitsabstand gewährleistet ist. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine generelle Maskenpflicht, ebenso in Privatwagen, wenn nicht alle Personen aus demselben Haushalt stammen. Unter 6-Jährige und Personen, bei denen aus gesundheitlichen Gründen die Maskenpflicht kontraindiziert ist, sind von der Pflicht ausgenommen.

Haben Hotels, Restaurants, Bars und Cafés in Spanien geöffnet?

Grundsätzlich dürfen sie öffnen – allerdings mit Einschränkungen, um die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewährleisten: In Regionen der Phase 2 können Hotels bis zu 30 Prozent ihrer Kapazität wiederöffnen, in denen der Phase 3 sind es bis zu 50 Prozent, einschließlich der Nutzung von Gemeinschaftsräumen. Ähnlich ist es bei Restaurants – in Phase 2 sind es 40 Prozent, in Phase 3 50 Prozent, einschließlich der Innenbereiche. In Phase 2 können Bars und Cafés bis zu 40, in Phase 3 bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität öffnen.

Sind Strände in Spanien wieder offen zugänglich?

Die Strände werden mit Einschränkungen und unter Aufsicht der Stadtverwaltung wieder geöffnet, um sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von zwei Metern unter Badegästen eingehalten wird. Ende Mai hatte die spanische Regierung erklärt, dass an den Stränden strenge Regeln gelten würden. Urlauber sollten ihren Platz im Sand zugeteilt bekommen, zwischen den Liegestühlen müssten Sicherheitsabstände eingeteilt werden, möglich seien auch zeitliche Limits für Strandbesuche von drei oder vier Stunden. Über die konkreten Maßnahmen entscheiden die Gemeinden, die für den jeweiligen Strand zuständig sind.

Wie sieht es mit kulturellen Veranstaltungen aus?

Für Regionen in Phase 2 gilt: Drinnen sind kulturelle Veranstaltungen erlaubt für maximal 50 Personen (ein Drittel der Kapazität), draußen sind es 400 Sitzplätze. Für Phase-3-Regionen sind drinnen bis zu 80 Personen (ein Drittel ihrer Kapazität) erlaubt und draußen 800 Sitzplätze. Theater (mit weniger als 300 Sitzplätzen) und andere öffentliche Plätze können mit Trennmaßnahmen und bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität in Phase 3 eröffnet werden.

Haben die Geschäfte in Spanien geöffnet?

Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 400 Quadratmetern können in Phase-2-Regionen mit 40 Prozent ihrer Kapazitäten öffnen. In Phase 3 können Geschäfte mit 50 Prozent ihrer Kapazität öffnen. Restaurants dürfen ihre Außenbewirtschaftung mit maximal der Hälfte ihrer Tische und maximal zehn Personen pro Tisch sowie mit möglichst bargeldlosem Bezahlen betreiben.

Wo gibt es die Information zu sämtlichen Reiseländern gebündelt?

Das Auswärtige Amt informiert laufend, und auch auf einer neuen Webseite der EU-Kommission können Touristen ihr Zielland eingeben und herausfinden, welche Corona-Bestimmungen dort zu beachten sind. Trotz der Grenzöffnungen unterscheiden diese sich von Land zu Land teilweise stark.

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(grof)