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Urlaub Spanien & Mallorca: Corona-Regeln, Einreise & Risikogebiete

Diese Regeln gelten im Urlaub : Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach ganz Spanien

In Spanien steigen die Infektionszahlen wieder stark an. Darum stuft die Bundesregierung ab dem 27. Juli ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Hochinzidenzgebiet ein. Damit gilt eine Reisewarnung. Ein Überblick.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

In welchem Urlaubsland müssen Touristen noch in Quarantäne, sind Strände dort zugänglich, welche Abstandsregeln gelten, dürfen Restaurants besucht werden – diese Fragen treiben viele Menschen um. Wir geben eine Übersicht über die beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Das Land Spanien mit seinen Urlaubshochburgen Mallorca oder Gran Canaria interessiert zahlreiche Reisende.

Spanien zählte zu den Ländern, die von der zweiten Corona-Welle direkt zu Beginn und besonders hart getroffen wurden. Zuletzt lag die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz weit über der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche (323,17; Stand 28. Juli, Quelle: Ministerio de Sanidad). Auf den Baleareninseln, also Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera, liegt die Inzidenz mit 384,11 (Stand 28. Juli, Quelle: Ministerio de Sanidad) sogar noch höher. Auf den Kanaren mit Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura sind die Infektionen ebenfalls hoch. Die 7-Tage-Inzidenz liegt dort bei 249,91 (Stand: 28. Juli, Quelle: Ministerio de Sanidad). Das Auswärtige Amt hat nun ganz Spanien ab 27. Juli als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien wird dann deutlich gewarnt.

Welche Teile von Spanien gelten als Risikogebiet?

Seit 11. Juli galt das bereits für ganz Spanien. Ab 27. Juli erfolgt die Hochstufung auf den Status „Hochinzidenzgebiet“.

Darf man als Tourist nach Spanien einreisen?

Ja, die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten ist trotz der Reisewarnung grundsätzlich möglich. Es wird aber davon abgeraten, ab 27. Juli sogar davor gewarnt.

Was ist bei der Einreise zu beachten?

Für alle Reisenden, die aus einem Risikoland oder -gebiet kommen besteht die Verpflichtung, ein negatives Corona-Testergebnis mit sich zu führen. Deutschland zählt derzeit nicht als Risikogebiet (Stand: 6. Juli), von hier aus ist also im Grundsatz kein Testnachweis nötig. Das Testergebnis kann ein PCR- oder ein Antigen-Schnelltest sein. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen sein. Der Beleg kann elektronisch oder in Papierform vorliegen und auf Deutsch, Englisch oder Spanisch verfasst sein. Folgende Informationen muss der Nachweis mindestens enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme, Art des Testverfahrens, das Land, in dem der Test durchgeführt wurde, sowie die Bestätigung, dass keine Corona-Infektion vorliegt (negatives Testergebnis).

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Ausgenommen von diesen Regeln sind Kinder unter zwölf Jahren sowie Transportunternehmen, Grenzpendler und Grenzgänger, die auf dem Landweg einreisen.

Vollständig Geimpfte – das sind alle jene, deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt – müssen bei der Einreise aus einem Risikogebiet ebenfalls keinen Test machen. Stattdessen müssen sie ihre Impfung mit einem Zertifikat nachweisen. Das Dokument muss nach Angaben des spanischen Gesundheitsamtes folgende Informationen enthalten: der Vor- und Nachname des Reisenden, das Datum der Impfung mit der Angabe über die zuletzt verabreichte Dosis, die Art des Impfstoffes, die Anzahl der verabreichten Dosen und damit der vollständige Zeitplan, das Land, in dem die Impfung verabreicht wurden, sowie Angaben zur Behörde, die das Impfzertifikat ausgestellt hat.Wichtig dabei ist, dass Lockerungen nur greifen, wenn der Reisende sich mit einem von der EU zugelassenen Impfstoff hat impfen lassen.

Auch Genesene sind von der Testpflicht ausgenommen, wenn sie einen Nachweis darüber mitführen. Das Genesungszertifikat muss, wie auch der Impfnachweis, den vollen Vor- und Nachnamen des Reisenden enthalten, sowie das Datum der Testabnahme des ersten positiven Tests, das Testverfahren und der Staat, der das Dokument ausstellt. Als genesen gilt, wessen Covid-19-Infektion nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis darf überdies frühstens elf Tage nach dem Positivbefund ausgestellt werden.

Neben dem Test-, Impf- oder Genesungsnachweis müssen Reisende überdies ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen und vorlegen können. Das Formular erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuzeigen ist. Das kann auch über die SpTH-App (eine kostenfreie Applikation für Smartphones) erfolgen – und in Ausnahmefällen sogar in Papierform. Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, sich vor Abflug das elektronische Einreiseformular (QR-Code), alternativ das Einreiseformular in Papierform, vorlegen zu lassen. Falschangaben können mit Geldstrafen geahndet werden.

Bei der Einreise finden nach Angaben des Auswärtigen Amtes regelmäßig Kontrollen statt: Auswertung des Einreiseformulars, visuelle Kontrollen der Reisenden und/oder Temperaturmessungen. Die Grenzübergänge Ceuta und Melilla sind geschlossen. Spanische Häfen sind für international verkehrende Kreuzfahrtschiffe wieder geöffnet.

Welche Sonderregeln gelten auf den spanischen Inseln?

Für die Inseln der Kanaren gelten dieselben Einreiseregeln, wie für Spanien.

Auf den Balearen sind Ein- und Ausreisen aus und in andere Autonome Gemeinschaften erlaubt. Die bestehende Testpflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet aus dem Ausland gilt auch für Einreisen aus den anderen Autonomen Gemeinschaften. Aktuelle und detaillierte Informationen, auch zur Einreiseanmeldung, Testpflicht und Ausnahmen von der Testpflicht für Geimpfte und Genesene sowie die entsprechenden Rechtsgrundlagen bietet die balearische Regionalregierung. Auf den gesamten Balearen ist laut Auswärtigem Amt die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Es gibt Beschränkungen der Öffnungszeiten der Gastronomie und der Geschäfte. Die Personenanzahl bei Zusammenkünften sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum ist beschränkt.

Welche Corona-Regeln gelten in Spanien?

Der nationale Gesundheitsnotstand gilt nicht mehr, daher können die spanischen Regionen jetzt ihre eigenen Maßnahmen festlegen. Landesweit gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Maskenpflicht im Freien gilt auf dem Festland aktuell nicht mehr, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Das Rauchen im Freien ist verboten, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen nicht eingehalten werden kann. Abstandsregeln gelten zudem am Strand und in Restaurants.

Haben Hotels, Restaurants, Bars und Cafés in Spanien geöffnet?

Grundsätzlich dürfen sie öffnen – allerdings mit eingeschränkter Kapazität und Hygienekonzepten, um die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewährleisten. Über die Vorschriften informiert die jeweilige Unterkunft. Für den gastronomischen Bereich gelten ebenfalls strenge Vorgaben, es gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter zwischen den Tischen. Es gibt Beschränkungen der Öffnungszeiten der Gastronomie und der Geschäfte. Die Personenanzahl bei Zusammenkünften sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum ist beschränkt.

Wie sieht es mit kulturellen Veranstaltungen aus?

Auch das hängt von den Regierungen der einzelnen Regionen ab. Generell gilt: Museen und andere kulturelle Angebote können öffnen, es gelten jedoch bestimmte Sicherheitsmaßnahmen, so müssen Besuche meist vorab angemeldet werden. Am sinnvollsten ist es, sich direkt bei den Einrichtungen vorab zu informieren, welche Regeln gelten.

Haben die Geschäfte in Spanien geöffnet?

Nur mit beschränkter Kapazität.

Welche Regeln müssen bei der Rückreise nach Deutschland beachtet werden?

Für Reiserückkehrer soll nun schon ab dem 1. August eine generelle Testpflicht gelten. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Gesundheitsministeriums hervor. Damit muss jeder Urlauber über sechs Jahren unabhängig vom Einreiseweg negativ getestet oder nachweislich geimpft oder genesen sein. Aufgrund der Einstufung als Hochinzidenzgebiet gibt es für Reiserückkehrer in Deutschland zwar eine grundsätzliche 10-tägige Quarantäne-Pflicht, man kann sie jedoch durch einen Test beziehungsweise einen Impfnachweis bei der Einreiseanmeldung umgehen. Hier geht es zur Einreiseanmeldung.

Wo gibt es die Information zu sämtlichen Reiseländern gebündelt?

Das Auswärtige Amt informiert laufend, und auch auf einer neuen Webseite der EU-Kommission können Touristen ihr Zielland eingeben und herausfinden, welche Corona-Bestimmungen dort zu beachten sind. Trotz der Grenzöffnungen unterscheiden diese sich von Land zu Land teilweise stark.

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(bora/ahar/grof/capf/jlu/c-st/ha/hebu/dpa)