1. Panorama
  2. Coronavirus

Umfrage: Vor allem große Firmen planen mit mehr Homeoffice.

Positive Erfahrungen in der Corona-Krise : Große Firmen planen mit mehr Homeoffice

Zahlreiche Firmen haben durch die Pandemie gemerkt, dass viele Arbeiten auch von zuhause erledigt werden können. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1800 Unternehmen. Vor allem größere Firmen können sich demnach vorstellen, das Homeoffice beizubehalten.

Die positiven Erfahrungen in der Corona-Krise mit dem Homeoffice lassen die Unternehmen einer Studie zufolge umdenken. „Aufgrund der neuen Erfahrungen und Erkenntnisse planen viele Unternehmen, Homeoffice auch nach der Krise intensiver zu nutzen“, erläutert Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im Forschungsbereich Digitale Ökonomie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die Ergebnisse einer Umfrage unter 1800 Unternehmen. Vor allem größere Firmen rechneten mit einer dauerhaften Ausweitung der Heimarbeit. In der Informationswirtschaft sehen das rund 75 Prozent der Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten so. Im Verarbeitenden Gewerbe, in dem in der Regel weniger Tätigkeiten von zuhause erledigt werden können, rechneten immerhin 56 Prozent der großen Unternehmen mit mehr Homeoffice in der Zukunft.

Wenn man auch die kleineren Betriebe mit fünf bis 99 Mitarbeitern mit einberechnet, erwarten allerdings nur 46 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft mehr Homeoffice, im Verarbeitenden Gewerbe nur 30 Prozent.

Viele Firmen hätten durch die Krise gemerkt, dass viele Arbeiten nicht zwingend in der Firma gemacht werden müssen, hieß es in der Studie. In der Informationswirtschaft seien 53 Prozent der Firmen zu dieser Erkenntnis gekommen, im Verarbeitenden Gewerbe 42 Prozent. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen musste kurzfristig in neue Technologien investieren, um das Arbeiten im Homeoffice möglich zu machen. Eine Umfrage des Ifo-Instituts im Auftrag des Dienstleisters Randstad hatte zuletzt ergeben, dass die Corona-Pandemie für einen Digitalisierungsschub in der deutschen Wirtschaft gesorgt hat.

(ahar/Reuters)