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Trump kommt zu strittigem Feuerwerk am Mount Rushmore

Wirbel um Veranstaltung : Trump kommt zu strittigem Feuerwerk am Mount Rushmore

Für die Feuerwerksshow wurden trotz des Coronavirus 7500 Tickets verkauft. Gouverneurin Kristi Noem sagt, Abstand zu anderen müsse bei der Veranstaltung nicht eingehalten werden. Indigene Amerikaner legen Protest ein.

US-Präsident Donald Trump beginnt das Wochenende des Unabhängigkeitstags in den USA mit der Teilnahme an einem umstrittenen Feuerwerk am Mount Rushmore. Trump wird voraussichtlich am (heutigen) Freitag bei der Veranstaltung im US-Staat South Dakota sprechen. Für die Feuerwerksshow wurden ungeachtet des Coronavirus 7500 Tickets verkauft. Trump kündigte am Donnerstag an, es werde eine „Darbietung, wie sie wenige Menschen gesehen haben“.

Bei dem Event wird Trump wahrscheinlich Unterstützung bekommen. Gleichzeitig gibt es Proteste von Gruppen indigener Amerikaner und Bedenken wegen des Virus und der Gefahr von Waldbränden durch das Feuerwerk. Die republikanische Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, sagte, bei der Veranstaltung müsse der Abstand zu anderen nicht eingehalten werden. Mundschutze seien freiwillig. Organisatoren wollen jedem, der will, einen Mundschutz geben und Teilnehmer an der Veranstaltung auf Symptome des Coronavirus untersuchen.

Der republikanische Bürgermeister der nahen Stadt Rapid City, Steve Allender, sagte, er halte Ausschau nach einem Anstieg der Fälle mit dem Coronavirus nach der Veranstaltung, wie die Zeitung „Rapid City Journal“ meldete.

Vertreter mehrerer indigener Gruppen in der Region äußerten Bedenken, die Feuerwerksshow könne zu einem Ausbruch des Virus unter ihren Angehörigen führen. Diese seien besonders anfällig für das Coronavirus, weil sie ein unterfinanziertes Gesundheitssystem und chronische Krankheiten hätten. „Der Präsident gefährdet unsere Stammesangehörigen, um einen Fototermin an einer unserer heiligsten Stätten zu veranstalten“, sagte der Vorsitzende der Cheyenne River Sioux, Harold Frazier.

Indigene Amerikaner protestieren angesichts des Besuchs von Trump gegen das Denkmal Mount Rushmore. Sie verweisen darauf, dass die Black Hills, wo sich das Denkmal befindet, entgegen Vertragsvereinbarungen der Ethnie der Lakota weggenommen wurden.

(mja/pa)