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Spahn zu Corona: Mitte 2021 soll jeder geimpft werden können

Spahn hoffnungsvoll : Mitte 2021 soll jeder geimpft werden können

An diesem Sonntag sollen bundesweit die Impfungen gegen das Coronavirus starten. Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Impfungen als "entscheidenden Schlüssel" zum Sieg über die Pandemie bezeichnet.

Deutschland ist nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereit für den Impfstart am Sonntag. „Morgen werden in allen Bundesländern die ersten Impfungen gesetzt“, sagte der CDU-Politiker am Samstag bei einer Pressekonferenz in Berlin. In ganz Deutschland seien Lkw unterwegs, um die Covid-19-Impfdosen in die Verteilzentren zu liefern. Weitere Lieferungen folgten schon am Montag. Am Samstagmorgen waren auch in NRW die ersten Impfdosen eingetroffen.

„Die Impfzentren sind startklar. Die Impfteams stehen“, sagte Spahn. Die ersten Impfungen gegen das Cornavirus würden am Sonntag in Alten- und Pflegeheimen vorgenommen. In einem zweiten Schritt sollen dann die über 80 Jährigen eine Impfung erhalten. „Die Jüngeren und die Gesünderen werden sich noch Gedulden müssen“, betonte der Gesundheitsminister.

Spahn zufolge werden bis Ende des Jahres bis zu 1,3 Millionen Impfdosen der Mainzer Biotechfirma Biontech und ihres US-Partners Pfizer ausgeliefert. Ab Januar sollen dann pro Woche fast 700.000 Dosen hinzukommen. Bis Ende des ersten Quartals sollten in Deutschland dann mehr als zehn Millionen Dosen erhältlich sein. Biontech und Pfizer hatten erst am Montag in der EU die Zulassung für ihr Vakzin erhalten. Ein Impfstoff des US-Biotechkonzerns Moderna könnte im Januar in der EU zugelassen werden.

„Stand heute, wenn weitere aussichtsreiche Zulassungen erfolgen, können wir es schaffen, bereits Mitte des Jahres mit dem Impfen in die Fläche zu gehen und jedem, der will, ein Impfangebot zu machen“, sagte Spahn. Der Herbst und der Winter 2021 sollen nicht mehr im Zeichen dieser Pandemie stehen. „Wir haben ein klares Ziel vor Augen. Wir wollen so viele Menschen impfen, dass das Virus keine Chance mehr hat in Deutschland und in Europa.“

Der Impfstoff sei entscheidend dafür, „dass wir unser Leben zurückbekommen“, sagte Spahn. „Diese Nachricht sollte uns Mut machen.“ Weiter sprach er von einem „hoffnungsvollen Tag für Europa“. Bewusst sei entschieden worden, beim Impfen europäisch vorzugehen und keinen nationalen Alleingang mit einer Notzulassung wie andere Ländern zu wählen. Spahn betonte zudem, dass das Impfen „ein Angebot“ sei. Es sei kostenlos und bleibe freiwillig. Dennoch sei das Ziel, so viele Menschen wie möglich zu impfen.

(hebu/Reuters/dpa)