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Spahn: Impfungen erster Gruppe dauert mindestens ein bis zwei Monate

Gesundheitsminister Spahn : Impfung der ersten Gruppe dauert mindestens ein bis zwei Monate

Die Schwächsten zu schützen sei das Ziel, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitag in Berlin. Erst wenn die Gruppe der am höchsten Gefährdeten geimpft sei, könne über eine Ausweitung des Angebots nachgedacht werden.

Die Impfungen von über 80-Jährigen, Pflegeheimbewohnern und deren Pflegekräften wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zufolge mindestens ein bis zwei Monate dauern. Erst dann werde man darüber nachdenken, das Impfangebot auszuweiten, sagte Spahn am Freitag vor Unterzeichnung der Coronavirus-Impfverordnung in Berlin. „Das heißt für uns alle: Der Winter wird noch lang.“

Spahn wies darauf hin, dass jeder zweite Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 Menschen über 80 betreffe. „Die Schwächsten zu schützen, ist das erste Ziel.“ Wenn dann mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, könnten Zug um Zug mehr Menschen geschützt werden. Der Minister betonte, dass er sich bei der ersten Impfgruppe nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) richte. Dazu gehörten auch etwa die Intensivmediziner in den Covid-19-Intensivstationen, die besonders von Ansteckung bedroht sind.

Zum Start der Impfungen dürften "jetzt nicht alle versuchen, gleich einen Termin zu bekommen", mahnte Spahn. Die Impfberechtigten würden informiert, wann es für sie losgehe - etwa per Schreiben oder über eine Hotline. "Mann wird und Frau wird erfahren, wann sie jeweils dran sind."

Im Zuge der Konferenz rief Spahn die Bevölkerung angesichts der aktuellen Corona-Zahlen dazu auf, auch über die anstehenden Weihnachtsfeiertage Kontakte einzuschränken. „Es macht keinen Sinn, nur die Schulen und den Einzelhandel zu schließen, wenn es gleichzeitig im privaten Bereich keine Einschränkungen der Kontakte gibt.“ Er bitte einmal mehr, auch über die Feiertage nicht nur im öffentlichen Bereich, beim Bereich von Einkaufen und Schule, sondern auch im privaten Bereich, die Kontakte zu reduzieren. „So schwer es fällt.“ Die Zahlen zeigten, man müsse diese Dynamik brechen.

(chal/epd/dpa/AFP)