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Silvester 2020 - Feuerwerk in NRW: Hier sind Böller dieses Jahr verboten

Städte geben erste Tabuzonen bekannt : Wo das Böllern in NRW verboten sein wird

In NRW wird Feuerwerk an Silvester nicht flächendeckend untersagt. Aber die Kommunen sollen das Abfeuern von Raketen, Böllern und Co. an belebten Plätzen verbieten. Die Städte stecken tief in der Planung, einige Entscheidungen stehen aber bereits fest.

Gut vier Wochen vor Silvester ist für die größeren Städte in Nordrhein-Westfalen noch unklar, wo genau Böller und Raketen überall verboten sein werden. Erste Tabu-Zonen zeichnen sich aber ab. Köln hatte bereits angekündigt, dass Feuerwerk in der Altstadt untersagt sein wird. Der Krisenstab werde voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, ob es weitere Verbotsbereiche geben soll, hieß es. Auch in Düsseldorf wird - wie schon in den Vorjahren - ein Feuerwerksverbot für die Altstadt gelten. „Anhand der neuen Corona-Schutzverordnung wird nun geprüft, ob und wie wir das gegebenenfalls erweitern“, sagte ein Sprecher.

Münster untersagt Feuerwerk auf jeden Fall mindestens auf dem Domplatz und Bahnhofsvorplatz in der Innenstadt. Das Ordnungsamt werde verstärkt kontrollieren. Essen will Entscheidungen dazu erst nach eingehender Prüfung der neuen Coronaschutzverordnung für NRW bekanntgeben.

Kritik kam von Dortmunds neuem Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD): Bund und Länder hätten sich die Sache bei ihrem Spitzentreffen am vergangenen Mittwoch leicht gemacht und die Entscheidung auf die Kommunen abgewälzt. Die reine Empfehlung, auf ein Feuerwerk zu verzichten, sei „halbherzig und völlig unzureichend“. Er forderte, den Verkauf von Feuerwerkskörpern zu Silvester zu untersagen. Wie die Einhaltung der Verbote für einzelne Bereiche in den Städten kontrolliert werden sollten, sei offen. „Die kommunalen Ordnungsämter arbeiten schon jetzt an der Belastungsgrenze.“

Beim Corona-Gipfel von Bund und Länder-Regierungschefs war vereinbart worden, dass Pyrotechnik auf belebten Plätzen und Straßen untersagt werden soll. Damit will man größere Gruppenbildungen vermeiden.

(th/dpa)