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Schülervertreter fordern freiwillige Sommerschule in den Ferien

Sommerschule im Corona-Jahr : Schülervertreter fordern Unterricht in den Ferien

Die Bundesschülerkonferenz fordert ein bundesweites Angebot für Sommerschulen. Generalsekretär Dario Schramm hat auch schon eine Idee, wer den Unterricht gestalten soll. Er hofft auf eine Win-win-Situation.

Zum Ausgleich des massiven Unterrichtsausfalls im Zuge der Corona-Pandemie fordern Schülervertreter jetzt zusätzliche Lernangebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien. „Dieses Corona-Schuljahr ist so ungewöhnlich, dass jede Schülerin und jeder Schüler die Chance haben muss, in einer Sommerschule Lerndefizite aufzuarbeiten“, sagte Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Dazu solle aber niemand gezwungen werden.

Schramm schlug vor, pensionierte Lehrer oder Lehramtsstudierende könnten die zusätzlichen Stunden in den Sommerferien unterrichten. Insbesondere die Studierenden hätten wegen der Pandemie auf praktische Erfahrungen verzichten müssen. „Wenn sie dies nun auch mit Hilfe von Sommerschulen nachholen können, wäre das eine Win-win-Situation für die Studenten wie für die Schüler.“

Mit Blick auf das kommende Schuljahr sollten ärmere Schulkinder außerdem Nachhilfe bezahlt bekommen, sagte Schramm. „Sonst wächst diese Bildungsungerechtigkeit in diesem Land immer weiter.“ Einige Kinder könnten sich zusätzliche Nachhilfe nicht leisten. In Deutschland ist aktuell etwa jedes fünfte Kind von Armut bedroht, wie eine Auswertung der Bertelsmann-Stiftung aus dem vergangenen Jahr ergeben hatte.

Die Düsseldorfer Liberalen hatten sich bereits im Februar für zusätzlichen Unterricht im Sommer stark gemacht. Sie wollen für Kinder aus Quartieren mit besonderem sozialen Handlungsbedarf eine Sommerschule für die Jahrgangsstufen 1 bis 7 anbieten. 200.000 Euro sollten auf Wunsch der FDP dafür im städtischen Haushalt bereitgestellt werden.

(juju/dpa)