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Russland: Putin verteidigt verpflichtende Impfungen in einigen Regionen

Corona-Vorschrift in Russland : Putin verteidigt verpflichtende Impfungen in einigen Regionen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die zuletzt in einigen Regionen Russlands eingeführte Impfpflicht für Angestellte in bestimmten Branchen verteidigt. Zudem lüftete er das Geheimnis, mit welchem Impfstoff er sich selbst hat impfen lassen.

Er sei zuversichtlich, dass dadurch die jüngste Corona-Welle ausgebremst und ein landesweiter Lockdown verhindert werden könne, sagte Putin am Mittwoch in einer Fernsehsendung, in der er sich den Fragen von Bürgern stellte. Ein Lockdown würde bedeuten, dass ganze Unternehmen schließen und Menschen ihre Arbeit verlieren würden, warnte er.

Seit letztem Donnerstag meldete Russland jeden Tag mehr als 20.000 bestätigte Corona-Neuinfektionen und rund 600 Todesfälle. Mit 669 Toten gab es am Mittwoch einen neuen Höchstwert.

Die Regierung führt den Anstieg der Zahlen auf den laxen Umgang der Russen mit den Corona-Vorschriften, die geringe Impfbereitschaft und die Verbreitung von Virusvarianten wie der zuerst in Indien festgestellten Delta-Variante zurück.

18 russische Regionen - von Moskau über St. Petersburg bis zum abgelegenen Sachalin - verhängten daraufhin eine Impfpflicht für Angestellte im Einzelhandel und im Dienstleistungsgewerbe, in Gesundheitsberufen sowie für Lehrerinnen und Lehrer.

Putin selbst lüftete das Geheimnis, mit welchem Impfstoff er sich hat impfen lassen - Sputnik V. Er sei gebeten worden, sich nicht dazu zu äußeren, um keinem Hersteller einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, sagte er. „Aber ich sehe, dass es viele Fragen gibt.“

(ahar/dpa)