1. Panorama
  2. Coronavirus

Ruhetage Ostern: Merkel bittet um Verzeihung - dieser Fehler war mein Fehler

Oster-Ruhetage gekippt : „Dieser Fehler war einzig und allein mein Fehler“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eigene Fehler bei dem Beschluss zu Oster-Ruhetagen eingeräumt und die Öffentlichkeit um Entschuldigung gebeten. Sie wolle die Verantwortung dafür übernehmen, sagt sie.

Der inzwischen revidierte Beschluss sei „einzig und allein mein Fehler“ gewesen, und als Kanzlerin wolle sie die Verantwortung dafür tragen, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin (Hier finden sie die Rede im Wortlaut). Sie wisse, dass „der gesamte Vorgang zusätzliche Verunsicherung auslöst, dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung".

Zuvor hatte sie mit den Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer erneut in einer Videokonferenz beraten und dabei die in der Nacht zum Dienstag gefassten Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Rückblick betrachtet. Im Anschluss wurde Merkel zur Befragung im Bundestag erwartet.

Die Idee zu der erweiterten Osterruhe sei „mit bester Absicht entworfen worden“. Sie sei aber in der Kürze der Zeit nicht gut umsetzbar gewesen. Viel zu viele Fragen hätten nicht gelöst werden können.

Bund und Länder hatten zunächst beschlossen, Gründonnerstag (1 April) und Karsamstag (3. April) zu Ruhetagen zu machen, um das gesellschaftliche Leben bis Ostermontag für fünf Tage komplett herunterzufahren. Nur an Karsamstag sollten Lebensmittelläden „im engeren Sinne“ öffnen dürfen. Der Beschluss hatte viele Fragen aufgeworfen, die etwa das Arbeitsrecht und die Postzustellung betreffen.

Bund und Länder hatten sich in der Nacht zum Dienstag zudem darauf verständigt, dKostenpflichtiger Inhalt en Lockdown bis 18. April zu verlängern und in Regionen mit vielen Neuinfektionen auch wieder zu verschärfen. In Regionen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen soll die sogenannte Notbremse gezogen werden. Öffnungen etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie sollen dort zurückgenommen werden.

(ahar/AFP/epd)