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Philippinen verlängern Katastrophenzustand wegen Corona bis 2021

Wegen Corona : Philippinen verlängern Katastrophenzustand bis 2021

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat den wegen der Corona-Pandemie ausgerufenen Katastrophenzustand für sein Land um ein Jahr verlängert. Mittlerweile verzeichnen die Philippinen mehr als 290.000 Infektionen und knapp 5000 Tote.

Dieser gestattet den Behörden bis September 2021 Preiskontrollen für wichtige Versorgungsgüter wie Reis oder Öl für Kochstellen. Außerdem können sie Finanzmittel für Notfälle schneller abrufen. Quarantäne-Vorschriften und Abstandsregeln bleiben in Kraft.

Zugleich kündigte Duterte am Montagabend an, das Ausreiseverbot für philippinische Ärztinnen und Ärzte, Krankenpfleger und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen aufzuheben, die einen abgeschlossenen Arbeitsvertrag im Ausland haben. Wer keinen solchen Vertrag hat, muss dagegen im Land bleiben, damit die medizinische Versorgung dort gesichert bleibt.

Duterte hatte den Katastrophenzustand im März ausgerufen, als es auf den Philippinen knapp 200 Corona-Infektionen gab und in diesem Zusammenhang etwa ein Dutzend Todesfälle. Mittlerweile verzeichnen die Philippinen offiziell mehr als 290.000 Infektionen und knapp 5000 Tote.

Kritik, die Regierung unternehme zu wenig, wies Duterte zurück. Er könne die Philippinen ja wohl nicht mit Pestiziden besprühen und alle umbringen lassen, sagte der für seine unverblümte Sprache bekannte Präsident in Davao. „Das einzige was wir wirklich tun können, ist eine Maske aufzusetzen, eine Gesichtsmaske und das wars - und auf die Impfung warten“, sagte er.

(ahar/dpa)