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Paul-Ehrlich-Institut erklärt Astrazeneca-Impfstoff für sicher

Sicherheitsbericht zu verfügbaren Impfstoffen : Paul-Ehrlich-Institut erklärt Astrazeneca-Impfstoff für sicher

Das Paul-Ehrlich-Institut hat am Donnerstagabend einen Sicherheitsbericht zu den aktuell verfügbaren Corona-Impfstoffen vorgelegt. Alle Mittel gelten als sicher, bei der Vakzine von Astrazeneca würden aber mehr Nebenwirkungen gemeldet als bei denen von Moderna oder Biontech/Pfizer.

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält den Covid-19-Impstoff von Astrazeneca für ebenso gut wie die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna. Allerdings würden für den Vektorimpfstoff mehr Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet als für die beiden mRNA-Impfstoffe, berichtete das Institut in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Sicherheitsbericht.

Die Melderate unerwünschter Reaktionen sei bei Astrazeneca „vergleichsweise höher“, berichtete das PEI. Daraus könne aber „nicht zwangsläufig auf eine höhere Reaktogenität des Impfstoffes geschlossen werden, da die erhöhte Melderate auch mit der erhöhten medialen Aufmerksamkeit für den Impfstoff und den unterschiedlichen Altersgruppen der geimpften Personen zusammenhängen könnte“.

Zudem seien viele Meldungen als „gefühlt schwerwiegend“ gemeldet worden, obwohl es sich beispielsweise nur um vorübergehendes Fieber gehandelt habe. In Großbritannien etwa gibt es dem PEI zufolge keinen großen Unterschied bei den gemeldeten Nebenwirkungen der unterschiedlichen Impfstoffe.

Die unerwünschten Reaktionen nach einer Impfung mit einem der drei Produkte seien „vor allem vorübergehende Lokalreaktionen und Allgemeinreaktionen“, berichtet das PEI. Diese seien auch in den klinischen Prüfungen vor der Zulassung berichtet worden. Bei Astrazeneca seien vor allem Fieber, Schüttelfrost und grippeähnliche Beschwerden gemeldet worden. „Vereinzelte anaphylaktische Reaktionen“ nach diesem Impfstoff „sind zu diskutieren“.

Der Impfstoff Astrazeneca wird in Deutschland nun auch für Menschen ab 65 Jahren empfohlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) teilte am Donnerstag in Berlin vorab mit, die Impfung mit dem Mittel „für alle Altersgruppen, entsprechend der Zulassung zu empfehlen“. Ende Januar hatte die Stiko den Impfstoff zunächst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen.

(th/dpa)