1. Panorama
  2. Coronavirus

NRW zahlt bisher 12 Millionen Euro für Flüchtlinge in Jugendherbergen

Unterbringung in der Pandemie : NRW zahlt bisher 12 Millionen Euro für Asylsuchende in Jugendherbergen

Im Zuge der Corona-Krise wurden Asylsuchende in zahlreichen Jugendherbergen in NRW untergebracht. Die Mietverträge laufen aktuell noch bis zum Ende des Jahres.

Dem Land Nordrhein-Westfalen sind für die Unterbringung von Flüchtlingen in Jugendherbergen seit Mai Kosten von 12,2 Millionen Euro entstanden. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten beliefen sich pro Einrichtung auf etwa 436.000 Euro, heißt es in einem Bericht des Flüchtlingsministeriums an den Landtag.

Demnach wurden im Zuge der Corona-Krise Asylsuchende in den Jugendherbergen Biggesee (Olpe), Bielefeld, Ratingen, Bad Honnef, Bonn, Hellenthal und Tecklenburg untergebracht. Die Mietverträge für die Jugendherbergen enden laut Ministerium am 31. Dezember. Bei zwei Jugendherbergen werde derzeit eine Vertragsverlängerung „bis längstens Ende März 2021 geprüft“.

Die zuständigen Behörden hatten in Jugendherbergen unter anderem Flüchtlinge untergebracht, die zu Risikogruppen gehören - und in Sammelunterkünften eventuell gefährdet wären. Wie aus der Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD hervor geht, lebten zum Stichtag 30. Juni 621 Asylsuchende in den besagten sieben Jugendherbergen.

Von den 65 Jugendherbergen im Land sind außer den zu Flüchtlingsheimen umfunktionierten Häusern laut Ministerium 35 wieder normal geöffnet. „Damit stehen im Verhältnis zu den vorliegenden Buchungen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung.“

(chal/dpa)