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Neue Studie: CO2-Ausstoß sinkt wegen Corona-Krise um ein Sechstel

Neue Studie : CO2-Ausstoß sinkt wegen Corona-Krise um ein Sechstel

Infolge der Corona-Pandemie ist der Ausstoß von Treibhausgasen einer wissenschaftlichen Schätzung zufolge weltweit deutlich zurückgegangen. Demnach lagen die CO2-Emisionen Anfang April um ein Sechstel niedriger.

An der Studie waren den Angaben zufolge wissenschaftliche Einrichtungen aus sieben Ländern auf drei Kontinenten beteiligt, darunter das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ veröffentlicht.

Die auf den 7. April bezogene Schnellschätzung kommt auf einen Corona-bedingten Rückgang von 17 Megatonnen Kohlendioxid pro Tag, wie es weiter hieß. Das ist relativ zum Vor-Krisen-Niveau von 100 Megatonnen eine Reduktion um 17 Prozent.

Der größte Anteil der CO2-Minderung entfällt mit 7,5 Megatonnen den Angaben zufolge auf den Verkehr am Boden. 4,3 Megatonnen werden der geringeren Produktion von Gütern und Dienstleistungen und 3,3 Megatonnen dem Rückgang bei der Stromerzeugung zugeschrieben.

Auf den Luftverkehr entfallen der Untersuchung zufolge 1,7 Megatonnen und auf den öffentlichen Sektor 0,9 Megatonnen. In den Privathaushalten gibt es dagegen laut MCC einen geringfügigen Anstieg um 0,2 Megatonnen Kohlendioxid.

Bislang gibt es den Forschern zufolge keine Echtzeit-Erfassung der Emissionen, nationale Statistiken hinken zum Teil um Jahre hinterher. Das Wissenschaftlerteam leitete deshalb seine Schätzung aus Daten zu Energie- und Rohstoffverbrauch, Industrieproduktion sowie Verkehrsaufkommen in 69 Ländern ab, die für 97 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind, wie das MCC mitteilte. Auch Annahmen über Verhaltensänderungen in der Corona-Krise sowie Satellitendaten zur Luftverschmutzung flossen demnach in die Erhebung ein.

(kron/epd)