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Nach Einreiseverbot: Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich für Tagestouristen

Nach Einreiseverbot : Tagestouristen in Mecklenburg-Vorpommern wieder willkommen

Im März hatte Mecklenburg-Vorpommern ein Einreiseverbot für Kurzbesucher aus anderen Bundesländern verhängt. Von diesem Freitag an dürfen Tagestouristen wieder ins Land. Von der Lockerung erhofft sich nicht nur das Gastgewerbe Zusatzeinnahmen.

Wegen der Corona-Pandemie waren seit Mitte März die Gäste meist aus umliegenden Bundesländern nicht mehr willkommen. Solche Ausflüge galten als illegal und konnten mit Bußgeldern von bis zu 2000 Euro belegt werden. Einreiseverbot ist nun aufgehoben.

Schätzungen zufolge sind den Unternehmen im Land aufgrund fehlender Tagestouristen drei bis fünf Millionen Euro pro Tag an Umsatz verloren. Aus Sicht der Landesregierung waren die Beschränkungen ein wirksames Instrument, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

„Die Tagestouristen waren schon zu Tausenden im Land“, sagte der Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz. Deshalb sei die Rücknahme des Verbots ein längst überfälliger Schritt gewesen, der vom Gastgewerbe schon seit langem gefordert wurde. Mit Blick auf die nächste Woche auch in Bayern und Baden-Württemberg zu Ende gehende Ferienzeit sagte Schwarz, die Branche sei dringend auf die Tagesgäste angewiesen, aber auch der Einzelhandel und die Museen. Die Hotellerie könnte ebenfalls profitieren, wenn Tagestouristen sich spontan zu einer Übernachtung entschließen.

„Es ist richtig, die Tagestouristen wieder zuzulassen und nicht den Sonderweg, den Mecklenburg-Vorpommern gegangen, weiter zu führen“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Der Nordosten sei die einzige Region in Europa gewesen, die Tagesgäste über diesen langen Zeitraum ferngehalten habe. Tagesreisende seien nicht verantwortlich für Infektionsherde. Dies habe sich in anderen Regionen gezeigt, in denen die Touristen intensiver und häufiger unterwegs waren.

(ahar/cpas/dpa)