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Mit Kontakttagebuch kommt neue Funktion in die Corona-Warnapp

Wichtiges Update da : Corona-Warnapp jetzt mit Kontakt-Tagebuch

Die Corona-Warnapp wird laufend weiter entwickelt. Eine wichtige Neuerung gibt es für Apple-User bereits, Android-Nutzer können bald nachziehen. Die Rede ist vom integrierten Kontakt-Tagebuch.

Als Mitte Juni die Corona-Warnapp an den Start ging, hofften viele auf einen schnellen Effekt. Ganz so einfach wurde es nicht, schließlich funktioniert die Idee nur dann gut, wenn so viele Menschen wie möglich das Programm aufs Smartphone geladen haben. Bis heute wurde sie rund 24 Millionen Mal heruntergeladen.

Immer wieder gibt es Verbesserungen. Ein größeres Update kommt zum Jahreswechsel. Eine neue Funktion ist das Kontakt-Tagebuch. Direkt unter der Schaltfläche für die Meldung einer Infektion können die Nutzer jetzt angeben, mit wem sie sich wann und wo getroffen haben. Der Hauptvorteil liegt hier bei der wichtigen Nachverfolgung im Falle einer Infektion. Damit sind die Gesundheitsämter wegen der hohen Fallzahlen seit vielen Wochen überfordert. Viele Kontakte von Infizierten können nicht mehr nachvollzogen werden.

 Hier findet sich das Kontakt-Tagebuch in der App.
Hier findet sich das Kontakt-Tagebuch in der App. Foto: Screenshot Rheinische Post/Screenshot

Abhilfe soll nun also das Kontakt-Tagebuch bringen, das der Virologe Christian Drosten schon im Herbst vorgeschlagen hatte. Die App vereinfacht dies nun. Unter dem entsprechenden Menüpunkt kann man die Menschen angeben, mit denen man sich am jeweiligen Tag getroffen hat – und auch wo man sich aufgehalten hat. Die bereits eingegebenen Namen verschwinden nicht wieder, sondern lassen sich an anderen Tagen leicht einfügen - gleiches gilt für die Orte.

Der Clou: Die geführte Liste lässt sich per Knopfdruck exportieren und die Liste kann damit ans Gesundheitsamt oder Contact-Tracing-Team weitergeleitet werden. Hierfür sollte man darauf achten, dass die Daten korrekt angegeben werden - andernfalls lässt sich die Liste kaum nutzen.

Sorge um den Datenschutz muss man sich dabei nicht machen. Außer dem Nutzer selbst hat niemand Zugriff auf die individuellen Tagebücher. Der Export – und damit die Freigabe – ist nur dann möglich, wenn der User die Liste herunterlädt. Gleichzeitig werden die Daten nicht extern gespeichert, sondern nur auf dem Handy. Zudem löschen sich die Angaben nach rund zwei Wochen automatisch. Bei Bedarf können auch alle Einträge mit einem Klick gelöscht werden.

Für iPhone-Nutzer steht eine manuelle Aktualisierung der App jetzt schon bereit, Android-User müssen sich noch etwas gedulden, bis der Download freigegeben wird.