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Migranten aus Moria getestet: Fast 250 Coronavirusfälle auf Lesbos

Migranten aus Moria-Camp getestet : Fast 250 Coronavirusfälle auf Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos steigt die Zahl der Infizierten weiter. Nach Angaben der Regierung sind 243 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Regierungssprecher Stelios Petsas teilte am Montag mit, das Durchschnittsalter der Infizierten liege bei 24 Jahren und die meisten Fälle seien asymptomatisch. 160 Tests seien negativ gewesen, dabei habe es sich überwiegend um Polizisten und Behördenmitarbeiter gehandelt, die in Kontakt mit Migranten gekommen seien.

Getestet worden seien 7064 Migranten, die aus dem vor zwei Wochen abgebrannten Lager Moria in die neuen Unterkünfte von Kara Tepe gezogen seien. hieß es. Insgesamt waren mehr als 12.000 Menschen in dem überfüllten Lager Moria gewesen. Viele kampieren seit den Bränden am Straßenrand. Die Behörden versuchen, sie dazu zu bewegen, nach Kara Tepe zu gehen. Viele Migranten fordern dagegen, die Insel verlassen zu dürfen.

Griechenland hat in den vergangenen Tagen einen Anstieg bei den Coronavirus-Fällen verzeichnet, oft bis zu 300 am Tag. Petsas sagte, die Fälle bei den Migranten auf Lesbos würden der Statistik hinzugefügt. Insgesamt gab es in Griechenland bisher mehr als 15.000 Infektionen, 338 Menschen starben mit dem Virus.

(ahar/dpa)