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Maskenpflicht im Unterricht in NRW bleibt - Eilantrag erfolglos

Eilantrag vor Gericht gescheitert : Die Maskenpflicht im Unterricht bleibt

In Nordrhein-Westfalen bleibt es bei der Maskenpflicht im Schulunterricht. Das Oberverwaltungsgericht in Münster lehnte einen Eilantrag von drei Schülern aus dem Kreis Euskirchen ab, die gegen die Vorschrift geklagt hatten.

Es sei auch nicht feststellbar, dass das Tragen der Alltagsmaske Gesundheitsgefahren für die Schüler mit sich bringe. Zum Schutz vor Corona-Infektionen müssen seit Beginn dieses Schuljahres alle Schüler der weiterführenden und berufsbildenden Schulen einen Mund-Nasen-Schutz auch in der Klasse am Platz tragen. Ausgenommen sind nur die Grund- und Förderschüler der Primarstufe. Für alle gilt aber eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände und auf den Fluren.

Das Oberverwaltungsgericht verwies in seiner Entscheidung darauf, dass im Unterricht die Masken zeitweise abgenommen werden können, wenn das aus pädagogischen Gründen erforderlich sei. Zudem könnten die Schulleitungen aus medizinischen Gründen Ausnahmen von der Maskenpflicht machen.

Die drei Antragsteller sind laut Gericht zwischen zehn und 15 Jahren alt und besuchen weiterführende Schulen im Kreis Euskirchen. In ihrem Eilantrag hieß es, der Nutzen sogenannter Alltagsmasken sei wissenschaftlich nicht belegt. Allenfalls könne eine Maske bei korrekter Anwendung schützen, diese sei aber bei Kindern nicht zu erwarten. Zudem erschwerten Masken die Atmung, behinderten die Teilnahme am Unterricht und führten bei längerem Tragen zu Kopfschmerzen.

Das Gericht wollte dieser Argumentation nicht folgen. Die Maskenpflicht im Unterricht sei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen geeignet, die die Verbreitung von Viren einzudämmen – auch dann, wenn es sich um selbstgemachte Stoffmasken handelt.

Beim Oberverwaltungsgericht in Münster sind nach eigenen Angaben elf weitere Eilverfahren anhängig – alle betreffen die Maskenpflicht an Schulen.

(rls/dpa)