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Maskenpflicht an NRW-Schulen: Gesichtsvisiere erfüllen nicht die Vorgaben

Schulministerium : Gesichtsvisiere erfüllen nicht die Maskenpflicht an NRW-Schulen

Der Verband der Lehrer in NRW hatte eine Abmilderung der Maskenpflicht im Unterricht gefordert. Doch das Schulministerium stellt klar: Die Vorgabe erfüllt nur die eng anliegende Mund-Nase-Bedeckung.

Die neue Maskenpflicht im Unterricht in Nordrhein-Westfalen kann nur im Ausnahmefall mit Gesichtsvisieren erfüllt werden. Das hat das nordrhein-westfälische Schulministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klargestellt. Der Infektionsschutz durch ein Visier - etwa aus Plexiglas - sei nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts nicht genauso sicher wie eine eng am Gesicht anliegende Mund-Nase-Bedeckung.

Der Verband Lehrer NRW hatte zuvor gefordert, die „drastische Maßnahme“ einer sogar für den Unterricht geltenden Maskenpflicht an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen etwas abzumildern - etwa durch Gesichtsvisiere für Lehrer. Im Ausnahmefall sei das denkbar, erklärte das Schulministerium. „Visiere können bei Personen zum Einsatz kommen, bei denen das dauerhafte Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.“ Vorrang habe zugunsten des Infektionsschutzes aber eindeutig die übliche Mund-Nase-Bedeckung.

Die Landesregierung NRW stellt den Schulen zu Beginn des Schuljahres rund eine Million Masken aus Landesbeständen zur Verfügung - als Reserve für den Bedarfsfall. Gesichtsvisiere sind nicht darunter. „Es handelt sich um FFP-2-Masken“, teilte das Schulministerium mit. Schüler beziehungsweise ihre Eltern müssen sich grundsätzlich selbst um Masken kümmern.

Auch in mehreren anderen Bundesländern müssen Schüler und Lehrer im neuen Schuljahr eine Mund-Nase-Bedeckung tragen - allerdings nicht im Unterricht. In NRW gilt die Regelung zunächst bis Ende August.

(peng/dpa)