Wirtschaftsweise Verlängerung des Lockdowns schwächt nicht die Konjunktur

Berlin · Beim Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik bleiben die „Wirtschaftsweisen“ bei ihrer Prognose. Für das kommende Jahr erwarten sie wieder Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt.

 Betrieb im Container-Terminal des Hamburger Hafens (Archivfoto).

Betrieb im Container-Terminal des Hamburger Hafens (Archivfoto).

Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Eine Verlängerung der bisherigen Maßnahmen über den November hinaus wird die Konjunkturaussichten in Deutschland nicht weiter beeinträchtigen. Davon geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus.

Bei der Prognose im Jahresgutachten sei bereits berücksichtigt worden, "dass die im November geltenden Beschränkungen über den Winter in gewisser Weise fortbestehen", sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Mittwochsausgaben). Daher bestehe derzeit kein Grund, von der Prognose abzuweichen, wenn die Restriktionen nicht verschärft werden, "also etwa Schulschließungen einsetzen oder Wertschöpfungsketten unterbrochen werden."

Aufgrund einer starken wirtschaftlichen Erholung im dritten Quartal rechnen die Wirtschaftsweisen für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,1 Prozent. Im Juni hatte der Rat noch ein Minus von 6,5 Prozent für 2020 vorhergesagt. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 3,7 Prozent erwartet.

(peng/Reuters)
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