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Lebensmittelhandel in NRW hat Kundenandrang bisher im Griff - Starke Nachfrage

Starke Nachfrage vor den Weihnachtstagen : Lebensmittelhandel in NRW hat Kundenandrang bisher im Griff

Die Händler erwarten in den nächsten Tagen einen Ansturm auf die Supermärkte. Sie raten dazu, die Einkäufe in die Randzeiten zu verlagern. Die Innenstädte waren an diesem Samstag dagegen leergefegt.

Das nahende Weihnachtsfest hat in Nordrhein-Westfalen am 4. Adventssamstag zu einer verstärkten Nachfrage im Lebensmittelhandel geführt. Doch seien die Kundenströme gut bewältigt worden, berichtete der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes NRW, Peter Achten, am Sonntag in Düsseldorf. „Hygienekonzepte und Zugangsbeschränkungen funktionieren, Beschwerden sind uns nicht bekannt geworden“, sagte Achten. Der Handel habe dabei auch von den Erfahrungen des ersten Shutdowns im Frühjahr profitiert.

Für die kommenden Tage bis Weihnachten rechnet die Branche nochmals mit starkem Kundenandrang in Supermärkten, bei Discountern und Drogeriemärkte. Achten empfahl deshalb, auch weniger stark frequentierte Zeiten zum Einkaufen zu nutzen. „Bitte kaufen Sie nicht alles erst am Heiligabend ein, und nutzen Sie auch Randzeiten am frühen Morgen oder späteren Abend für Ihre Einkäufe.“

Ganz anders sah die Lage am Samstag abseits des Lebensmittelhandels aus. Da Modeläden, Buchgeschäfte und andere Nicht-Lebensmittelhändler wegen der Pandemie schließen mussten, waren die Innenstädte am Adventssamstag weitgehend leer gefegt. Die Besucherfrequenzen hätten meist nur bei 10 bis 20 Prozent eines normalen Adventssamstages gelegen, meinte Achten. Zwar bemühten sich die meisten betroffenen Händler, weiterhin online, über Social Media oder per Telefon für die Kunden erreichbar zu sein und dringend benötige Umsätze zu retten, wie eine Umfrage des Handelsverbandes ergab. Doch hielt sich der Erfolg in Grenzen.

„Nur knapp die Hälfte unserer Umfrageteilnehmer hat es geschafft, mehr als 40 Prozent des Vorjahresumsatzes sowohl im Wochenverlauf als auch am vierten Adventssamstag zu erzielen“, berichtete Achten. Viele hätten am vergangenen Samstag trotz aller Bemühungen nicht einmal 20 Prozent des Vorjahresumsatzes erreicht.

Der Verband appellierte an alle Kunden, Liefer- und Abholangebote des vom Shutdown betroffenen Handels zu nutzen und so die arg gebeutelten Geschäfte zu unterstützen.

(th/dpa)