Kein Datum vorgesehen Lauterbach schließt vorzeitiges Ende der Maskenpflicht nicht aus

Berlin · Im Fernverkehr und in medizinischen Einrichtungen gilt noch immer Maskenpflicht. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt jedoch ein vorzeitiges Ende nicht aus, noch will er aber kein Datum nennen.

 Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, hat sich zum möglichen Ende einer Maskenpflicht geäußert.

Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, hat sich zum möglichen Ende einer Maskenpflicht geäußert.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt ein vorzeitiges Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr und in medizinischen Einrichtungen nicht mehr aus. „Es kann schon sein, dass wir die Maskenpflicht früher abschaffen“, sagte Lauterbach der neuen Ausgabe des „Stern“ nach Angaben vom Mittwoch. Er wolle sich aber „nicht auf ein Datum festlegen“.

Derzeit sei es „noch zu früh“, sagte der Minister. Er betonte: „Wir haben noch volle Kliniken und Ausfall beim Personal.“ Wichtig sei, die Lage sehr genau zu beobachten und dann zu bewerten.

Eigentlich läuft die Maskenpflicht im Fernverkehr und in medizinischen Einrichtungen, die bundesweit geregelt ist, noch bis zum 7. April. Im öffentlichen Nahverkehr heben immer mehr Länder die Maskenpflicht auf.

In Sachsen muss ab dem 16. Januar keine Maske mehr in Bussen und Bahnen getragen werden. Gleiches gilt in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ab dem 2. Februar sowie in Thüringen ab dem 3. Februar. In Sachsen-Anhalt, Bayern und Schleswig-Holstein wurde die Maskenpflicht bereits abgeschafft. Das Tragen von Masken wird aber allgemein empfohlen.

Lauterbach äußerte sich auch mit Blick auf die Corona-Entwicklung in China nach der Abschaffung der Null-Covid-Politik: „Die Lage ist in der Tat bestürzend. Die Krankenhäuser sind überfüllt, und wir sehen unermesslich viel menschliches Leid.“ Er glaube, dass „die Gefahr, dass sich neue Varianten dort entwickeln, nicht groß ist, aber auch nicht unterschätzt werden sollte“. Lauterbach betonte die Notwendigkeit, „konsequent die Einreisenden aus China (zu) kontrollieren und auf Varianten des Virus (zu) achten, die bestimmte Charakteristika haben“.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat sich Forderungen der FDP nach einer Aufhebung der Maskenpflicht in Fernzügen angeschlossen. „Ein Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr würden wir sehr begrüßen“, sagte der Ehrenvorsitzende des Verbands, Karl-Peter Naumann, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Sie können es keinem Menschen erklären, warum Sie im weißen ICE eine Maske brauchen und im roten Regionalzug nicht mehr.“ Er forderte eine einheitliche Regelung. Ein Flickenteppich führe nur zu mehr Unverständnis und zu mehr Aggressionen gegen das Personal.

(boot/AFP/dpa)
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