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Laumann: „Kann mir vorstellen, die Maskenpflicht in bestimmten Außenbereichen zur Debatte zu stellen“

NRW-Gesundheitsminister Laumann : „Kann mir vorstellen, Maskenpflicht in bestimmten Außenbereichen zur Debatte zu stellen“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich in der Debatte um eine gelockerte Maskenpflicht an die Seite von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gestellt.

Laumann sagte unserer Redaktion: „Wir überprüfen alle Corona-Regelungen fortlaufend auf Ihre Verhältnismäßigkeit. Dazu gehört auch die Maskenpflicht. Bei den derzeitig sinkenden Infektionszahlen kann ich es mir durchaus vorstellen, die Maskenpflicht in bestimmten Außenbereichen zur Debatte zu stellen.“ Es gebe aber auch Bereiche, in denen man vorerst weiterhin an der Maskenpflicht festhalten solle, beispielsweise bei größeren Menschenansammlungen wie etwa in Warteschlangen.

„Auch wenn in Nordrhein-Westfalen bereits über 50 Prozent eine Erstimpfung erhalten haben, sind wir noch ein gutes Stück von der Herdenimmunität entfernt“, sagte Laumann. Solange noch nicht ausreichend Menschen vollständig geimpft seien, warne er davor, vorschnell Grundsätze wie die AHA-Regeln in Frage zu stellen.

Experten warnen vor genereller Aufhebung der Maskenpflicht

„In Nordrhein-Westfalen sind aufgrund der dreistufigen Coronaschutzverordnung und der aktuell sehr erfreulichen Entwicklung der Infektionszahlen inzwischen die meisten Angebote, Einrichtungen und Betätigungen wieder möglich. Dies ist ein riesiger Gewinn an Normalität für uns alle.“ Die Pandemie sei aber nicht vorbei, und die Ausbreitung der Delta-Variante in Großbritannien zeige, wie zerbrechlich auch eine scheinbar sichere Infektionssituation sein könne, so der Minister.

(RP)