Test-Varianten bei Kindern Lolli-Test-Debatte in NRW ist ein Paradebeispiel für Mikromanagement

Düsseldorf · Die Debatte um Lolli-Test in Kitas und Grundschulen auf dem Höhepunkt der dritten Pandemiewelle lässt Pragmatismus vermissen. Es gibt zurzeit Wichtigeres zu tun.

 Paket mit Lolli-Tests für eine Grundschule. Foto: Michael Reichel/dpa

Paket mit Lolli-Tests für eine Grundschule. Foto: Michael Reichel/dpa

Foto: dpa/Michael Reichel

Das Hin und Her um die Lolli-Tests ist ein Paradebeispiel für fehlende Bodenhaftung im Kampf gegen die Pandemie. Es ist zwar richtig, dass sich die Kinder in Kita und Schule regelmäßig testen, um Infektionsfälle frühzeitig zu entdecken. Es ist aber  unverständlich, warum es den Kindern nicht zuzumuten sein soll, sich mit einem Wattestäbchen im vorderen Nasenbereich selbst zu testen. Stattdessen müssen es die in der Logistik deutlich aufwändigeren Lolli-Tests sein. Wie aufwändig  diese sind, hat NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) nun festgestellt und die Lollitests erst einmal gestoppt: Kita-Kinder machen nun also weiterhin die Nasentests. Für die älteren Kinder in der Primarstufe aber sind dennoch die Lolli-Tests vorgesehen. Wie widersinnig.