1. Panorama
  2. Coronavirus

Kieler Woche soll im September in Mini-Version stattfinden

Kein Rahmenprogramm, nur Segeln : Kieler Woche soll im September in Mini-Version stattfinden

Trotz der Corona-Krise hält Kiel an seinen Planungen für eine stark abgespeckte Kieler Woche im September fest. Sonst findet die Kieler Woche Ende Juni statt und zieht als mehrtägiges Volksfest hunderttausende Besucher an.

Die Veranstaltung solle unter dem Motto "klein, aber fein" stehen und sich auf die traditionellen Segelregatten auf der Kieler Förde konzentrieren, teilten die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt und der Kieler Yacht-Club als Ausrichter am Donnerstag mit. Das Programm an Land werde ohne die üblichen Eventflächen und Bühnen auskommen.

Üblicherweise findet die Kieler Woche Ende Juni statt und zieht als mehrtägiges Volksfest jedes Jahr hunderttausende Besucher an. Im vergangenen Jahr wurde mit rund dreieinhalb Millionen Gästen ein neuer Rekord verzeichnet. Die Verlegung auf den 5. bis 13. September wurde bereits im März beschlossen - bevor sich Bund und Länder auf ein Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August einigten.

Mit der diesjährigen Kieler Woche werde die Veranstaltung zu ihren historischen Wurzeln zurückkehren, teilten die Organisatoren mit. Die Kieler Woche war 1882 als Segelwettkampf gestartet und entwickelte sich erstmals im Kaiserreich zum populären Volksfest. Segelsportregatten sind nach wie vor ein zentraler Bestandteil.

Ob und in welchem Umfang eventuell doch noch ein Rahmenprogramm möglich sein werde, hänge von der weiteren Pandemieentwicklung in den kommenden Monaten ab, hieß es. Der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) sprach am Donnerstag von einem "Signal", die Kieler Woche trotz der Corona-Krise als Segelveranstaltung stattfinden zu lassen. Es werde jedoch auch Anfang September noch nicht möglich sein, "mit vielen Menschen ausgelassen zu feiern", ergänzte er.

bro/cfm

(mja/AFP)