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Karl Lauterbach will Corona-Impfzentren wieder öffnen

Steigende Corona-Zahlen : Lauterbach für Wiedereröffnung der Impfzentren

Die Zahl der gegen das Coronavirus Geimpften steigt in Deutschland nur noch langsam an. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach wünscht sich deshalb, die vielfach geschlossenen Impfzentren wieder einzurichten.

Die Impfungen kämen viel zu langsam voran, um die stark steigende vierte Welle der Pandemie zu brechen, schrieb er am Samstag auf Twitter. „Wir brauchen schnelle Impfung für Ältere. Ideal wäre Wiederöffnung der Impfzentren.“

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Leider werden diejenigen, die vor einer weiteren Welle warnen, JEDE STUNDE, als PANIKMACHER diffamiert. Wir halten das aus, alles gut. Aber es spielt Querdenkern und Impfskeptikern in die Hände. Wir brauchen schnelle Impfung für Ältere. Ideal wäre Wiederöffnung der Impfzentren <a href="https://t.co/eXsborwUdh">https://t.co/eXsborwUdh</a></p>&mdash; Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) <a href="https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1454494973236293633?ref_src=twsrc%5Etfw">October 30, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Es gebe „realistischerweise“ derzeit nicht viele Möglichkeiten „mit großer Wirkung“, schrieb Lauterbach. Eine von zwei Möglichkeiten sei „eine viel schnellere Boosterimpfung“, hob er mit Blick auf Auffrischungsimpfungen hervor. Als andere Möglichkeit nannte Lauterbach „konsequent 2G anzuwenden“ – also nur Geimpfte oder Genesene zu Veranstaltungen oder in Restaurants im Innenbereich einzulassen. „Das senkt die Fallzahlen stark“, betonte der SPD-Gesundheitspolitiker.

Die Zahl der Geimpften steigt nur noch langsam. Eine Auffrischungsimpfung gegen die mit der Zeit nachlassende Wirkung nehmen viel weniger Menschen wahr, als es könnten. Vor allem Risikogruppen wird dies empfohlen. Die Politik sucht händeringend Konzepte, mehr Menschen dazu zu bewegen.

Die regionalen Impfzentren waren im vergangenen Winter zum Start der Impfungen eingerichtet worden. Hintergrund waren Anforderungen an eine starke Kühlung der zunächst knappen Impfstoffe und ein strikter Vorrang für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Zeitweise gab es mehr als 400 Impfzentren. Bund und Länder hatten vereinbart, sie spätestens zum 30. September zurückzufahren oder zu schließen. Die meisten Länder stellten auf mobile Impfteams um. Daneben impfen auch Arztpraxen, inzwischen sind es aber wieder weniger.

(hebu/dpa/AFP)