SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach „Die Delta-Variante wird vor allem für Kinder zum Problem“

Düsseldorf · Der Andrang bei den Impfzentren in NRW ebbt ab. Da sich die Delta-Variante rasch ausbreitet, fordert der Kassenärzte-Chef, nun verstärkt Skeptiker zu überzeugen. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert die Stiko auf, ihren Rat für Kinder zu überdenken.

 Eine Impfspritze kurz vor dem Eindringen (Symbolbild).

Eine Impfspritze kurz vor dem Eindringen (Symbolbild).

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Mit Blick auf die rasche Ausbreitung der Delta-Variante mahnen Ärzte und Politiker, mehr zu tun, um nun auch Skeptiker zu erreichen. „Die Impfkampagne, unterstützt vom Sommerwetter, hat das geschafft, was ein monatelanger Lockdown nicht geschafft hat, nämlich die Infektionszahlen massiv nach unten zu drücken. Wir dürfen uns aber jetzt nicht in falscher Sicherheit wiegen und kurz vor dem Ziel in unserer Impfkampagne nachlassen“, sagte Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), unserer Redaktion. „Zwar sollte es keine Impfpflicht geben, schon gar nicht für Kinder und Jugendliche“, betonte der Düsseldorfer Orthopäde. „Aber wir sollten gemeinsam alles dafür tun, um auch die in unserer Gesellschaft zu erreichen, die verunsichert sind, bei denen bisher keine Informationen angekommen sind oder die denken, eine Impfung tue es doch auch.“ Nur vollständige Impfung biete Schutz auch vor der Delta-Variante.