1. Panorama
  2. Coronavirus

Italien Urlaub trotz Corona: Diese Regeln gelten - Einreise, Testpflicht und Quarantäne

Kein Risikogebiet mehr : Diese Regeln gelten für den Urlaub in Italien

Die Corona-Zahlen in Italien sinken weiter und zusätzliche Lockerungen treten in Kraft. Urlauber aus EU-Ländern müssen nicht mehr in Quarantäne. Der Überblick.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

In welchem Urlaubsland müssen Touristen noch in Quarantäne, sind Strände dort zugänglich, welche Abstandsregeln gelten, dürfen Restaurants besucht werden – diese Fragen treiben viele Menschen um. Wir geben eine Übersicht über die beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen.

Italien ist eines der Länder Europas, das am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen wurde. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz dort unter der kritischen Grenze von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner. Deshalb wird das Land vom Auswärtigen Amt nicht mehr als Risikogebiet eingestuft, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) informiert. Von unnötigen Reisen nach Italien wird abgeraten. Eine Einreise, auch für den Urlaub, ist aber möglich.

Wie steht es um die Einreise nach Italien?

Aus Deutschland, aus EU-Mitgliedstaaten sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland ist die Einreise nach Italien gestattet und das ohne Quarantänepflicht. Weiterhin muss die Einreise über ein Online-Formular angemeldet und das zuständige Gesundheitsamt informiert werden.

Einreisende müssen einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigen) vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auch dürfen Menschen einreisen, die vollständig geimpft oder genesen sind. Manche Fluggesellschaften verlangen allerdings ein Testergebnis beim Boarding.

Aktuell besteht ein Einreiseverbot für alle, die sich in den vergangenen 14 Tagen vor der Einreise nach Italien in Brasilien, Bangladesch oder Indien aufgehalten haben.

Welche Corona-Auflagen gelten in Italien im Alltag?

In Italien wurde der gesundheitliche Notstand ausgerufen. Deswegen gibt es landesweit eine Ausgangssperre von 24 Uhr bis 5 Uhr. Ansonsten gelten überall in Italien die gängigen Corona-Maßnahmen: etwa der Sicherheitsabstand und die Maskenpflicht im öffentlichen Raum (auch draußen). Es wird empfohlen, die Tracing-App „Immuni“ zu nutzen.

Das ganze Land ist in Risikozonen eingeteilt, in denen unterschiedliche Maßnahmen gelten. Keine Region ist aktuell eine sogenannte „rote“ oder „orange Zone“. In der „gelben Zone“ (Basilikata, Kalabrien, Kampanien, Marken, Autonome Provinz Bozen, Sizilien, Toskana und Aostatal) darf die Außengastronomie von Bars und Restaurants öffnen und Museen wie Ausstellungen Besucher empfangen. In den „weißen Zonen“ – das ist aktuell der Großteil (Abruzzen, Apulien, Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Latium, Ligurien, Lombardei, Molise, Autonome Provinz Trient, Piemont, Sardinien, Umbrien und Venetien) – sind die meisten Beschränkungen aufgehoben. Menschen müssen dort lediglich die Maskenpflicht einhalten und die Abstände beachten. Die Ausgangssperre gilt nicht mehr.

  • Das Lesachtal in Kärnten.
    Geimpft, Genesen, Getestet : Österreich hat gelockert – Diese Regeln gelten für Touristen
  • Wenn die Sonne in Skandinavien besonders
    Einreise wieder möglich : Das sind die Regeln für einen Urlaub in Dänemark
  • Die Halbinsel Istrien in Kroatien.
    Einreise und Corona-Vorschriften : Urlaub in Kroatien - diese Regeln gelten für Reisende

Reisen innerhalb des Landes durch verschiedene Zonen ist nun auch wieder einfacher. Denn das Reisen von einer zur nächsten „gelben Zone“ ist wieder möglich.

Können wieder Hotels, Geschäfte und Restaurants besucht werden?

Das kommt auf die Zone an. In der roten Zone sind derzeit nur Geschäfte geöffnet, die lebenswichtige Produkte anbieten (Supermärkte, Apotheken). Restaurants und Bars sind geschlossen, Hotels dürfen nur Geschäftsreisende aufnehmen, wie ADAC online berichtet. In der orangenen Zone sind Bars und Restaurants geöffnet, Gäste dürfen aber nur mit einem Außer-Haus-Verkauf bedient werden. Hotels sind geöffnet und dürfen Gäste empfangen. In der gelben Zone sind Bars und Restaurants drinnen und draußen geöffnet. Es dürfen jedoch maximal vier Personen an einem Tisch sitzen, es sei denn, sie leben zusammen. Umfassende Lockerungen gibt es in den weißen Zonen. Dann sind etwa auch wieder Feiern erlaubt. Das gilt aktuell für den Großteil des Landes.

Was gilt in der Kultur?

In den gelben und weißen Zone können Museen und Ausstellungen wieder besucht werden. Seit dem 26. April dürfen auch Theater, Opernhäuser und Konzerthallen unter strengen Auflagen Gäste empfangen.

Was muss bei der Rückkehr nach Deutschland beachtet werden?

Ab dem 30. März müssen Flugreisende vor Reiseantritt ein negatives Testergebnis vorweisen, unabhängig von dem Land, in dem der Urlaub stattgefunden hat. Die Tests müssen bei einer Teststelle im Ausland frühestens 48 Stunden (bei einem Antigen-Schnelltest) bzw. 72 Stunden (bei einem PCR-Test) vor der Einreise nach Deutschland erfolgen. Das Testergebnis muss mindestens zehn Tage nach Einreise aufbewahrt werden und gegebenenfalls den Behörden vorgelegt werden. Wer nicht fliegt, muss keine Corona-Einreiseregeln mehr beachten.

 Wo gibt es Reise-Informationen über Italien gebündelt?

Auf der Webseite der EU-Kommission können Touristen ihr Zielland eingeben und herausfinden, welche Corona-Bestimmungen dort zu beachten sind. Trotz der Grenzöffnungen unterscheiden sich diese von Land zu Land teilweise stark. Auch das Auswärtige Amt aktualisiert laufend seine Reise-Informationen.

Hier lesen Sie mehr zu...

(june/grof/desa/özi/sed/peng/capf/jlu)