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Irland-Urlaub in Corona-Pandemie: Das müssen Urlauber für Reise wissen

Corona-Ausbruch in Dublin : Reisewarnung für Teile von Irland – das müssen Urlauber wissen

Das Auswärtige Amt warnt Touristen vor Reisen in Teile von Irland, betroffen ist auch die Hauptstadt Dublin. Welche neuen strengen Corona-Maßnahmen eingeführt wurden und was Urlauber beachten müssen, lesen Sie hier.

Wie ist die Corona-Situation in Irland?

Das Auswärtige Amt warnt vor „nicht notwendigen, touristischen“ Reisen in die irische Hauptstadt Dublin (County Dublin bestehend aus der Stadt Dublin, Fingal, Dún Laoghaire-Rathdown und South Dublin) und in die Border Region (bestehend aus den Counties Donegal, Sligo, Leitrim, Cavan, Monaghan und Louth, einschließlich der Städte Dundalk und Drogheda). Auch von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die übrigen Landesteile wird wegen der geltenden Quarantäneregelungen für Reisen aus Deutschland abgeraten.

Hintergrund der Maßnahmen sind die stark gestiegenen Infektionszahlen in den betroffenen Regionen. Dort liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Daher wurden sie als Risikogebiete eingestuft.

Welche Corona-Regeln gelten in Irland?

In Irland ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis, in Geschäften und Einkaufszentren sowie in Restaurants und Bars, sofern man nicht am Tisch sitzt, vorgeschrieben. Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 2500 Euro geahndet werden. In öffentlichen Räumen, in denen ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, wird ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen.

In der Öffentlichkeit gelten landesweit zahlreiche Hygiene-, Abstands- und Kapazitätsbeschränkungen. Die Kapazitäten der öffentlichen Verkehrsmittel sind auf 50 Prozent reduziert, zu Spitzenzeiten bleibt die Nutzung des ÖPNV für systemrelevante Berufe und Zwecke vorbehalten. In Dublin gilt dies ganztägig. Wegen der lokal begrenzten Corona-Ausbrüche kommt es derzeit in den Counties Dublin und Donegal zu Bewegungseinschränkungen.

Angesichts einer zweiten Corona-Infektionswelle hat die irische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder verschärft. Landesweit dürften Restaurants und Pubs ab sofort keine Gäste mehr in Innenräumen bedienen, sagte Premierminister Micheal Martin am Montag in einer Fernsehansprache. Bereits geplante Veranstaltungen würden abgesagt. Zudem seien die Bürger aufgerufen, keine Inlandsreisen zu unternehmen. Angestellte sollten nur dann nicht von zu Hause arbeiten, wenn sie am Arbeitsplatz dringend benötigt würden, sagte Martin. Auch Gottesdienste müssten wieder online stattfinden. „Die jüngsten Entwicklungen in den meisten Teilen des Landes sind sehr besorgniserregend“, sagte der Regierungschef. „Wenn wir diese Entwicklungen nicht umkehren, wird das ernste Folgen haben – daran besteht kein Zweifel.“

Was ist bei der Einreise nach Irland zu beachten?

Derzeit gibt es nur begrenzte Flugverbindungen von Irland nach Deutschland (direkt oder indirekt etwa über Amsterdam, London und Paris). Dasselbe gilt für den Fährbetrieb ab und nach Irland. Laut Auswärtigem Amt kommt es häufig zu kurzfristigen Stornierungen. Vor der Einreise müssen alle Reisenden ein Formular (Public Health Passenger Locator Form) ausfüllen. Darin werden Name, Telefonnummer und die Wohnadresse in Irland, an der man sich die nächsten 14 Tage aufhalten wird, abgefragt. Das Auswärtige Amt empfiehlt Einreisenden ihre Bewegungen für 14 Tage stark einzuschränken. Falschangaben im Formular oder Verstöße gegen die Ausfüllpflicht können mit einer Geldstrafe von 2500 Euro oder einer Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten geahndet werden.

(mba/AFP)