1. Panorama
  2. Coronavirus

Impfpflicht: SPD-Chefin Saskia Esken für Impfpflicht ab 18 Jahren

SPD-Chefin : Saskia Esken für Impfpflicht ab 18 Jahren

In der Debatte um eine allgemeine Impfpflicht hat die SPD-Chefin Saskia Esken Position bezogen. Sie spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht für alle Erwachsenen in Deutschland aus.

Die allgemeine Impfpflicht sollte nach Ansicht der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken für alle Erwachsenen in Deutschland gelten. "Ich halte eine Impfpflicht ab 18 Jahren für erforderlich", sagt Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das Corona-Virus ist vor allem für Ältere lebensbedrohlich, aber die Langzeitfolgen betreffen auch Jüngere." Wer sich nicht impfen lasse, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden solle. "Insgesamt geht es um das Erreichen einer Impfquote, die die Gesellschaft als Ganzes schützt - gerade auch die, die sich nicht impfen lassen können."

Zudem spricht sich Esken gegen einen Omikron-Lockdown für Geimpfte und Schulschließungen aus. "Wir denken, dass Gaststätten, Kultureinrichtungen und Einzelhandel für Geimpfte nach Möglichkeit geöffnet bleiben sollten", sagt Esken. Zwar könne die Anzahl der zugelassenen Personen weiter beschränkt werden. "Aber wir müssen das Land hoffentlich nicht nochmal herunterfahren, um den notwendigen Schutz zu bieten." Trotz des befürchteten Anstiegs der Infektionszahlen durch die Omikron-Variante habe es für sie allerhöchste Priorität, die Schulen offen zu halten. Sonst fehle nicht nur der Unterricht, sondern auch der Austausch untereinander. Am 7. Januar beraten Bund und Länder über weitere Corona-Maßnahmen.

Der Deutsche Städtetag fordert Bund und Länder mit Blick auf die unklare Omikron-Datenlage auf, mehr Labor- und Testkapazitäten zu ermöglichen. "Um die Meldelage und verlässliche Datenlieferungen weiter zu verbessern, sollten Bund und Länder dafür sorgen, dass die niedergelassenen Praxen die nötigen PCR-Tests auch an Feiertagen wie Weihnachten und Neujahr sicherstellen und auch genügend Laborkapazitäten an diesen Tagen zur Verfügung stehen", sagt Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". "Auch die Meldekette von den Ländern an das RKI muss an diesen Tagen gut laufen." Die Gesundheitsämter seien aktuell nicht das Nadelöhr in der Meldekette, wenn es darum gehe, die Zahl der positiven Tests ans RKI zu melden.

(felt/Reuters)