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Impfkampagne USA: Biden und Pence werden gegen Coronavirus geimpft

Impfkampagne USA : Biden und Pence werden gegen Coronavirus geimpft

Das Impfen in den USA hat begonnen. Um das Vertrauen der Bevölkerung in den Corona-Impfstoff zu stärken, wollen sich Pence und Biden impfen lassen. Derweil geht der scheidende Chefdiplomat Pompeo in Selbstisolation.

US-Vizepräsident Mike Pence und seine Frau Karen werden am Freitag gegen das Coronavirus geimpft. Sie sollen den Impfstoff vor den Augen der Öffentlichkeit verabreicht bekommen, wie das Weiße Haus am Mittwoch bekanntgab. Zugleich erfuhr die Nachrichtenagentur AP, dass der gewählte Präsident Joe Biden vermutlich in der kommenden Woche ebenfalls öffentlich geimpft wird.

Mit Blick auf eine eigene, zeitige Impfung hatte Biden gesagt, er wolle sich nicht in die erste Reihe stellen, aber dem amerikanischen Volk zeigen, dass die Spritze sicher sei. Oberste Priorität bei der Impfung müssten weiterhin Gesundheitsbeamte und Risikogruppen haben. Derweil riet ihm offenbar US-Chefimmunologe Anthony Fauci zu einer raschen Impfung. Er solle sie lieber „früher als später“ bekommen, sagte Fauci laut Biden am Dienstag.

Vom möglichen Termin schon in der kommenden Woche erfuhr die AP durch zwei Mitglieder seines Übergangsteams für die Präsidentschaft, die allerdings anonym bleiben wollten. Mit Blick auf die geplante Impfung von Pence am Freitag teilte das Weiße Haus mit, damit wollten der Vizepräsident und seine Frau für die Sicherheit und Wirksamkeit des Mittels werben. Ziel sei, das Vertrauen der Amerikaner in die Impfung zu stärken.

Eine jüngste Umfrage der Nachrichtenagentur AP hat ergeben, dass sich lediglich die Hälfte der Amerikaner gegen das Coronavirus impfen lassen will. Etwa ein Viertel lehnt eine Impfung ab und der Rest ist unentschieden.

Was die aktuelle Regierungsmannschaft in der Corona-Krise betrifft, so begab sich Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch in Quarantäne. Er habe Kontakt mit einer positiv getesteten Person gehabt, teilte das State Department mit. Zwar sei bei Pompeo selbst ein Test negativ ausgefallen, doch werde er sicherheitshalber beobachtet.

Für Aufregung sorgten im US-Staat Alaska zwei Impfungen mit unerwünschten Nebenwirkungen. Eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens habe etwa zehn Minuten nach der Impfung eine schwere Reaktion auf das Mittel gezeigt, teilte das Regionalkrankenhaus Bartlett in Juneau mit. Die Patientin habe den Impfstoff am Dienstag erhalten und bleibe eine zweite Nacht zur Beobachtung in der Klinik. Eine weitere Person sei am Mittwoch unter Nebenwirkungen geimpft worden und habe sich danach wieder vollständig erholt.

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Mit Blick auf den ersten Fall erklärte die Ärztin Lindy Jones, die Patientin sei errötet und habe sich außer Atem gefühlt. Die Diagnose danach war laut Beamten ein allergischer Schock. Anders als bei vorherigen Fällen in Großbritannien hatte die Frau aber keine Vorgeschichte allergischer Reaktionen. Die für den vollen Impfschutz vorgesehene zweite Dosis wird ihr den Angaben zufolge nicht verabreicht.

Die US-Behörden hatten Ärztinnen und Ärzte gewarnt, nach seltenen allergischen Schocks bei Impfungen mit dem Stoff des deutschen Herstellers Biontech und dessen US-Partners Pfizer Ausschau zu halten. Grund sind einige wenige allergische Reaktionen, die in der vergangenen Woche in Großbritannien verzeichnet wurden.

(ahar/dpa)